Wohncontainer im Vergleich

Wohncontainer bieten für immer mehr Menschen eine attraktive Alternative zur Eigentumswohnung oder dem Einfamilienhaus. Kein Wunder, denn das Wohnen im Container überzeugt durch einige Vorteile. Welche das sind, Nachteile, Preise und beliebte Modelle im Vergleich.

Bei einem Wohncontainer im klassischen Sinn handelt es sich um einen ausrangierten Seecontainer. Dieser wird nun zu einem Wohncontainer umfunktioniert. Ein nachhaltiges Konzept, das auch als Upcycling bezeichnet wird: Eine nicht länger benötigte Sache wird sinnvoll weiterverwertet. Daneben gibt es mittlerweile jedoch eine ganze Reihe an Modellen, die nicht wirklich einen Seecontainer als Kern besitzen. Diese werden aufgrund der ähnlichen Größe und kastenförmigen Bauweise ebenfalls häufig als Wohncontainer bezeichnet. Im Folgenden einige Beispiele bider Varianten von verschiedenen Herstellern:

Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
150.000€
mc cube eco 1

Zimmer: 4m²: 57

Bungalow, Mobilheim, Modulhaus

Büro, Erstwohnsitz, Gewerblich
220.000€
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Zimmer: 16m²: 404

Containerhaus, Spezial Module

Der Preis für ein Containerhaus variiert je nach Größe und beginnen bei rund 20.000 Euro für ein schlüsselfertiges Containerhaus mit 15 qm Wohnfläche bis hin zu einem Modul mit 120 qm für 250.000 Euro. Bei Modulhäusern, die nicht wirklich einen ehemaligen Seecontainer als Grundlage besitzen, sind grundsätzlich alle Wohnflächen möglich. Das gestaltet sich anders bei Wohnmodulen aus echten Containern. Da Seecontainer genormt sind, sind auch beim Wohncontainer nur bestimmte Wohnflächen möglich. Hier ein Überblick über gängige Maße und die entsprechende Grundfläche:

Container Maße im Überblick

Containermaß

Außenabmessung   (lxbxh)

Grundfläche

8 Fuß Container 2.438 x 2.200 x 2.260 4.812
10 Fuß Container 2.991 x 2.438 x 2.591 6,66
20 Fuß Container 6.058 x 2.438 x 2.591 13,88
40 Fuß Container 12.192 x 2.438 x 2.591 28,37

Auch wenn die Wohnfläche durch die genormten Containermaße vorgegeben ist, so lässt sie sich dennoch weitgehend auf die Wünsche der Eigentümer anpassen. So haben Eigentümer die Möglichkeit, verschiedene Containermodule miteinander kombinieren. Das ermöglicht einen flexiblen Gestaltungsspielraum hinsichtlich der Wohnfläche und den Grundriss des Hauses. Auch bei der Außenfassade besteht Gestaltungsspielraum. Von einer unbehandelten Außenwand aus Stahl bis zu einem Wohncontainer mit Holz Verkleidung sind vielfältige Erscheinungsformen denkbar.

Vor- & Nachteile

In der modularen Bauweise besteht ein großer Vorteil des Wohncontainers. Dadurch lassen sich Containerhäuser auch nachträglich noch vergrößern oder verkleinern. Steht beispielsweise bei einer jungen Familie Nachwuchs ins Haus, kann das Paar einen 10 oder 20 Fuß Container an ihr Wohnmodul anschließen. Das ermöglicht nicht nur ein Höchstmaß an Flexibilität, sondern fördert auch einen nachhaltigen Wohnstil, bei dem nicht mehr Wohnfläche beansprucht wird als tatsächlich benötigt. Weitere Vorteile sind folgende:

  • Nachhaltiges Wohnen durch Upcycling: Dadurch dass für den Bau eines Wohncontainers ausrangierte Seecontainer verwendet werden, ergeben sich aus ökologischer Sicht zwei Vorteile. Erstens: Es entsteht keine Umweltbelastung durch die Entsorgung des Containers. Zweitens: Es werden keinen Ressourcen verbraucht für einen Neubau.
  • Geringe Anschaffungskosten: Das Containerhaus bietet eine Möglichkeit, vergleichsweise günstig Wohneigentum zu erwerben.
  • Flexibilität: Bei Wohncontainern handelt es sich um mobile Häuser. Bei einem Umzug – sei es aus privaten oder beruflichen Gründen – lassen sie sich anders als ein klassisches Einfamilienhaus einfach mitnehmen.
  • Schnelle Aufbauzeiten: Ein Hauscontainer kann innerhalb weniger Wochen schlüsselfertig aufgestellt werden.
  • Entkopplung von Grundstücks- und Immobilienwert: Anders als bei statischen Häusern ist bei mobilen Containeranlagen der Immobilienwert entkoppelt vom Wert der Grundstücksfläche. Somit sind Mobilheime weniger anfällig für Wertverluste.

Wie bei allen Dingen gibt es auch bei Wohncontainern eine Kehrseite. Hier ergeben sich folgende Nachteile:

  • Nutzung als Erstwohnsitz oft problematisch: In vielen Bundesländern ist es nicht ohne weiteres möglich, eine mobile Behausung als Erstwohnsitz zu melden. Auch bei der Baugenehmigung für Wohncontainer gibt es keine einheitliche Rechtsgrundlage.
  • Eingeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten: Durch die genormten Containergrößen bewegt sich die Baugestaltung hinsichtlich Grundfläche und Deckenhöhe in einem vorgegebenen Rahmen.