Wohnbus auf Stellplatz vor SonnenuntergangBei einem Wohnbus handelt es sich um ein mobiles Haus. Als Basis dienen dabei alte Omnibusse, Transporter oder Lastkraftwagen, die Eigentümer häufig in Eigenleistung zum Wohnmobil umbauen.

Während es schon immer einen Reihe von Liebhabern für Wohnbusse gibt, findest das Wohnen auf vier Rädern in letzter Zeit zunehmend Anhänger. Ein Grund dafür sind die prekären Wohnungsmärkte in vielen Ballungsgebieten. Wohnraum ist für immer weniger Menschen erschwinglich, weshalb sie zunehmend auf Alternativen wie Zirkuswagen, Bauwagen oder eben auch Wohnbusse ausweichen.

Doch nicht nur finanzielle Gründe führen dazu, dass sich das mobile Wohnen gerade in jüngster Zeit einer wachsenden Anhängerschaft erfreut. So reduzieren immer mehr Menschen ganz bewusst ihre Wohnfläche aus ökologischen Gründen oder um ein Zeichen gegen die Konsumgesellschaft zu setzen.

Wohnbus Arten im Überblick

Die häufigsten Vertreter unter den Wohnbussen sind die Kleinbusse, Kasten- und Lieferwagen. Typisches Beispiel ist der VW Bus. Grund für die Beliebtheit unter Wohnbusbesitzern sind die vergleichsweisen niedrigeren Anschaffungskosten gegenüber größeren Fahrzeugen sowie die geringeren Anforderungen an den Führerschein. So lassen sich Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht mit dem üblichen Führerschein der Klasse B fahren.

Wohnbus VW BulliAnders gestaltet es sich bei Bussen und LKW. Hier reicht ein normaler Führerschein üblicherweise nicht aus. Dafür bietet ein Wohnbus in dieser Kategorie deutlich mehr Platz zum Wohnen. Beim Umbau des Fahrzeuges zum Wohnmobilheim gibt es vielfältige Grundlagen. Dabei kommen beispielsweise alte Feuerwehr- oder Krankenwagen zum Einsatz ebenso wie ausrangierte Gefangenen- oder Bücherbusse. Auch Ex Bundeswehrfahrzeuge oder Wagen des THW oder DRK sind beliebt. Für viele Anhänger der Szene gilt: Je individueller, desto besser.

Ein Vorteil von großen Wohnbussen in Form von Omnibussen und LKW besteht darin, dass sich diese aufgrund ihrer Größe meist mit handelsüblichen Möbeln einrichten lassen. Kleine Transporter erfordern hier oft individuelle Lösungen.

Ist das Wohnen auf vier Rädern legal?

Immer mehr Eigentümer nutzen ihren Wohnbus als dauerhaften Erstwohnsitz. Doch ist das überhaupt erlaubt? Die Straßenverkehrsordnung behandelt das Thema Wohnen im Auto nicht. Somit ist es auch nicht verboten. Es gilt dabei jedoch die dort definierten Regeln zum Halten und Parken zu befolgen. Demnach ist es nicht erlaubt, sein mobiles Haus einfach so für längere Zeit auf einem öffentlichen Platz abzustellen. Wer jedoch über ein Privatgrundstück verfügt oder einen Stellplatz auf einem Campingplatz bekommt hier keine Probleme. Zumindest aus verkehrsrechtlicher Sicht.

Denn anders gestaltet es sich aus verwaltungsrechtlicher Perspektive. So sieht der Staat einen festen Wohnsitz als erste Adresse vor. Das dauerhafte Wohnen im Mobilheim ist somit nicht erlaubt ebenso wie Dauercamping. In der Praxis ist es jedoch so, dass der Gesetzgeber hier häufig ein Auge zudrückt. So läge es auch an dem Staat ausreichend Wohnraum zu schaffen. Da er damit in vielen Gebieten jedoch nicht hinterherkommt, werden alternative Wohnformen zur Entlastung des Wohnungsmarktes wie auch Wohnbusse vielerorts geduldet.

Welchen Führerschein benötige ich?

Für kleine Wohnbusse wie einen VW Bulli reicht ein gängiger PKW Führerschein der Klasse B. Dieser reicht bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 Tonnen. Busse und LKW liegen üblicherweise über dieser Grenze. LKW erfordern einen Führerschein der Klasse C, Busse einen der Klasse D.

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