Wochenendhaus Sharing: Wie Eigentümer und Mieter profitieren

Wochenendhaus Sharing: Wie Eigentümer und Mieter profitieren

Es ist der Traum vieler Deutscher – das eigene Ferienhäuschen in den Bergen oder am See. Doch so schön die Auszeit im eigenen Freizeitdomizil auch sein mag, die Mehrheit der Zeit stehen die meisten Freizeitimmobilien leer. Zu schade, finden immer mehr Eigentümer und sharen ihr Wochenendhaus.

Car Sharing hat sich längst etabliert. Viele Autos stehen einen Großteil ihrer Zeit in der Garage. Gleichzeitig laufen die Kosten für Unterhalt und Versicherungen weiter. Gleiches gilt für Ferienhäuser. Als Ausflugsziel am Wochenende oder in den Ferien stehen sie die meiste Zeit leer. Das bestätigt eine Umfrage der Vermittlungsplattform für Wochenendhaus-Sharing reposée. Demnach geben mehr 76% aller Kaufinteressenten für Freizeitimmobilien an, ihre Immobilie nicht mehr als zweimal im Monat nutzen zu wollen.

Besonders ärgerlich für Eigentümer: Während die Immobilie leer steht laufen Kosten für Unterhalt, Versicherung und Rückzahlungen für Kredite weiter. Warum also das eigene Feriendomizil während der ungenutzten Zeit nicht vermieten? Das denken immer mehr Besitzer und sharen ihr Wochenendhaus. So lassen sich laufende Kosten kompensieren und sogar noch Geld dazu verdienen. Gleichzeitig tut man etwas Gutes, indem man Mietern eine Urlaubsmöglichkeit zur Verfügung stellt.

Wie Eigentümer und Mieter zusammenfinden

Viele Ferienhäuser wurden vererbt und befinden sich in der zweiten Genration. Hier haben sich Eigentümer nicht bewusst für ihre Freizeitunterkunft entschieden. Dementsprechend gering fällt das Interesse und damit die Nutzung aus. Hinzu kommt, dass Besitzern häufig der Reiz am Zielort verloren geht. Die anfangs regelmäßigen Besuche nehmen mit der Zeit immer mehr ab. Die Folge: Viele Freizeitimmobilien stehen leer.

ferienhaus sharing innenansicht

Hier besteht ein Markt, in dem noch viel ungenutztes Potenzial schlummert. Das haben Startups wie reposée erkannt. Das Wiener Jungunternehmen hat dem Leerstand von Freizeitimmobilien den Kampf angesagt und führt Eigentümer von Freizeitimmobilien und potenzielle Mieter zusammen. Online haben Eigentümer die Möglichkeit, ihr Wochenendhaus zu inserieren und so Sharing-Partner zu finden. Der Eigentümer definiert einen fixen Zeitraum, in dem er bereit ist, seine Immobilie regelmäßig einem festen Mieter zur Verfügung zu stellen. Von kurzen Zeiträumen in der Nebensaison bis zu einem ganzen Jahr sind sämtliche Mietzeiträume denkbar.

Eine Win-Win Situation

Dabei bietet das Sharing eine echte Win-Win Situation für beide Parteien: Besitzer und Mieter. Besitzer verdienen Geld und können ihren Zweitwohnsitz weiterhin nutzen. Mieter sparen sich die hohen Investitionskosten für eine eigene Freizeitimmobilie und binden sich nicht dauerhaft an ein festes Freizeitziel.

Die Freizeitimmobilie ist für die Dauer des Sharing-Vertrages versichert. Dabei verfügen Mieter und Besitzer jeweils über eine eigene Versicherung. Damit lässt sich ausschließen, dass ein Mieter für die Schäden des anderen haften muss.

Bei Freizeitimmobilien-Besitzern ist die erste Resonanz auf einen Sharing-Ansatz durchaus positiv. Das leget die Studie von reposée nahe. So gaben 41 Prozent der befragten Kaufinteressierten für Ferienunterkünfte an, an einer regelmäßigen Vermietung ihrer Freizeitimmobilie interessiert zu sein.

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Theresa Bruns

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