Tiny House

Seinen Ursprung hat das Tiny House in den USA. Hier hat der Trend zum Wohnen im Kleinsthaus mit dem Small House Movement sogar eine eigene Bezeichnung. Ein Trend, der sich langsam auch in Deutschland etabliert. Ein logische Konsequenz, denn das Wohnen im Tiny House bietet einige Vorteile. Dabei hat die Reduktion der Quadratmeterzahl nicht nur ökologische Vorzüge.

Das Downsizing, was mit dem deutschen Begriff des Gesundschrumpfens, übersetzt werden kann, ist ein ganzheitlicher Ansatz. Ziel ist nicht nur eine ökologische Lebensweise, sondern auch die Konzentration auf das Wesentliche. Zunehmende Wohnfläche bedeutet mehr Kosten und mehr Arbeit. Das Tiny House hat das Ziel, die Wohnfläche auf das zu begrenzen, was dessen Bewohner wirklich benötigen. Das spart Kosten und Zeit. Kurzum weniger Aufwand für den Unterhalt, mehr Freiheit zu leben.

Die wachsende Nachfrage nach Tiny Houses führt zu einem wachsenden Angebot. Bevor wir weiter auf die Preise und verschiedenen Arten eingehen, hier zunächst ein Beispiel einiger Hersteller:

Erstwohnsitz, Gewerblich, Zweitwohnsitz
45.815€
RTH_F01_900x450

Zimmer: 2m²: 25

Mobilheim, Tiny House, Zirkuswagen

Erstwohnsitz
50.000€
anhang1

Zimmer: 2m²: 15

Mobilheim, Tiny House, Zirkuswagen

Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
150.000€
mc cube eco 1

Zimmer: 4m²: 57

Bungalow, Mobilheim, Modulhaus

Definition und Maße

Tiny Houses gehören zu den kleinsten unter den Minihäusern, weshalb sie auch als Kleinsthaus oder Mikrohaus bezeichnet werden. Sie verfügen über eine Etage und umfassen meist nicht mehr als 15 qm Wohnfläche. Die Mehrheit der Small Houses ist mobil. Viele Tiny Houses werden auf Rädern angeboten. Hier unterscheiden sie sich von einem klassischen Mobilheim. Diese sind theoretisch auch mobil, die Beförderung erfordert allerdings meist erheblichen aufwand. So sind Mobilheime deutlich größer und erfordern einen Lkw für den Transport. Um ein Tiny House von A nach B zu bewegen hingegen reicht eine Anhängerkupplung. Um hier keine Probleme mit der Straßenverkehrsordnung zu bekommen entspricht die Grundfläche der meisten Kleinhäuser der eines Anhängers, also 2,55 Meter Breite mal 7 Meter Läge.

Wo kann ich ein Tiny House kaufen?

In Deutschland gibt es verschiedene Anbieter für Small Houses. Grundsätzlich lassen sich zwei Varianten unterscheiden: Zum Einen gibt es vorgefertigte Serienproduktionen. Zum Anderen besteht die Möglichkeit, sich nach seinen individuellen Wünschen ein Tiny House bauen zu lassen. Eine günstige Alternative bieten hier Fertigbausätze. Ebenso gibt es viele Hersteller, die ein Basismodell anbieten. Dieses ist weitestgehend vorgefertigt, jedoch lassen sich bestimmte Elemente wie das Fassadenmaterial oder Dach nach den Wünschen des Eigentümers individualisieren.

Im Internet kursieren außerdem verschiedene Bauanleitungen für einen Eigenbau. Wer sich auf diese Abenteuer einlässt, sollte über ausreichende Kenntnisse verfügen. Viele Häuslebauer unterschätzen den Aufwand, was nicht zuletzt an den unralistischen Versprechungen der Anbieter solche Bauanleitungen liegt.

Die Preise für ein Small House

Ein schlüsselfertiges Tiny House gibt es ab 20.000 Euro Anschaffungskosten. Einen Fertigbausatz gibt es bereits ab einen Preis von 5.000 Euro. Winzige Häuser mit nicht mehr als 8 qm Wohnfläche sind auch schon für unter 15.000 Euro erhältlich.

Baugenehmigung

Das deutsche Recht sieht einen festen Wohnsitz als Erstwohnsitz vor. Da es sich bei einem Tiny Haus um ein mobiles Haus handelt, ist die Gesetzeslage nicht eindeutig. Das Wohnrecht ist Sache von Land und Kommunen, weshalb es hier regionale Unterschiede gibt und pauschale Aussagen nur schwer möglich sind. Erste Anlaufstelle ist das örtliche Bauamt. Eine Wohngenehmigung in Wohngebieten ist meist nicht möglich, weshalb viele Small House Eigentümer auf einen Campingplatz ausweichen. Dabei muss es sich dann um einen Campingplatz mit Dauerstellplätzen handeln.