Im Laufe eines Lebens sind die eigenen vier Wände üblicherweise die größte Investition, die ein Mensch tätigt. Hier ist der Großteil des eigenen Kapitals gebunden. Dementsprechend wichtig ist es, das eigene Heim ausreichend zu versichern. Das gilt auch für ein Tiny House. Was es dabei zu beachten gibt, zeigt der folgende Ratgeber. 

Tiny House Versicherung

Wind und Wetter, Vandalismus oder ein Wasserschaden –  Kaum ein Immobilie, die während ihrer Lebensdauer nicht irgendeine Form von Schaden erfährt. Davor schützt auch eine Versicherung nicht. Sollte es jedoch zum Schadenfall kommen, gleicht sie den Schaden finanziell aus. Das reduziert das Risiko für Eigentümer vor unvorhergesehenen Investitionen. Der Trend zum Wohnen im Mikrohaus ist vergleichsweise jung. Anbieter, die sich auf Tiny House Versicherungen spezialisiert haben, sind selten. Während bei einem feststehenden Kleinhaus eine handelsübliche Gebäudeversicherung greift, sind Tiny Houses in Deutschland versicherungstechnisch ein Sonderfall.

Warum eine Gebäudeversicherung für Mobilheime nicht greift

Stationäre Häuser deckt im Schadensfall eine herkömmliche Gebäudeversicherung ab. Hier gibt es zahlreiche Anbieter. Diese machen keinen Unterschied zwischen großen und kleinen Häusern. Demnach greift bei feststehenden Minihäuser eine klassische Gebäudeversicherung.

Anders gestaltet es sich bei einem mobilen Haus. Durch die Transportmöglichkeit und die fehlende Verankerung mit dem Grundstück, ergeben sich andere Risiken als bei feststehenden Immobilien. So hängt das Risiko eines Schadens ganz erheblich vom Standort eines Gebäudes ab. Da sich dieser bei Mobile Homes ändern kann, bedarf es einer speziellen Versicherung. Eigentümer, die ihr Haus auf Rädern versichern lassen möchten, werden bei klassischen Versicherern allerdings oft nicht fündig. So gibt es bisher kaum spezialisierte Tiny House Versicherungen.

Passende Versicherungen für Häuser auf Rädern

Dennoch gibt es mittlerweile einige, wenige Anbieter, die eigene Versicherungspakete für Tiny Houses bereitstellen. Dazu zählen Versicherer wie Vivema und CampingAssec. Je nachdem, ob das Minihaus auf Rädern auch als Wohnmobil klassifiziert werden kann, ist auch eine Campingversicherung möglich. 

Eine gute Tiny House Versicherung schützt nicht nur vor Schäden am Haus selbst, sondern versichert auch Bestandteile des Inventars wie Möbel und Haushaltsgeräte. 

Was eine Tiny House Versicherung abdeckt – und was nicht

Eine Tiny House Versicherung besteht üblicherweise aus mehreren Bestandteilen. Welche Bestandteile zu einem umfänglichen Paket gehören, haben wir im Folgenden zusammengefasst. 

Ein Bestandteil ist die Versicherung des Tiny Houses selbst. Diese Schützt vor Schäden am Bau. So greift sie beispielsweise dann, wenn ein Sturm die Außenfassade beschädigt. Auch in Fällen von Vandalismus beteiligt sich der Versicherer am Schaden. 

Ein weiterer Bestandteil des Versicherungspaketes für mobile Häuser ist eine erweiterte Haftpflichtversicherung. So kann ein Mobilheim nicht nur Schaden nehmen, sondern auch welchen verursachen. Man stelle sich vor, ein Sturm reißt eine Dachplanke los und schleudert diese gegen ein benachbartes Haus. Die schlechte Nachricht: In diesem Fall ist der Eigentümer des Mobile Homes der Verursacher. Die gute Nachricht: Sollte der Eigentümer über eine entsprechende Tiny House Versicherung verfügen, kommt diese für die entstandenen Schäden auf. 

Dabei können Schäden nicht nur an der Bausubstanz eines Mobilheims auftreten. Zu einem umfänglichen Versicherungspaket für Small Houses zählt ebenso eine Versicherung des Hausrats. Dazu zählt alles, was sich im Inneren des Tiny Houses befindet wie Fernseher, Spülmaschine und Deko. Klassische Anwendungsfall ist ein Wasserschaden, bei dem das austretende Wasser Möbel oder Elektrogeräte in Mitleidenschaft zieht. Auch für Schäden durch Einbruch und Vandalismus kommt die Hausratversicherung auf. Das macht gerade dann Sinn, wenn das Mobilhaus nicht ganzjährig bewohnt wird und auf einem ungesicherten Stellplatz steht. 

Nicht in allen Versicherungspaketen enthalten, aber oftmals als optionale Erweiterung buchbar ist eine Versicherung gegen Glasbruch. Diese greift dann, wenn Fensterscheiben beispielsweise durch einen Einbruch zu Bruch gehen. Das macht natürlich nur dann Sinn, wenn das besagte Minihaus auch über Glasscheiben verfügt. So setzen bei den Fensterscheiben viele Hersteller auf Kunststoff. 

Das Versicherungspaket im Überblick

Zusammenfassend lässt sich demnach festhalten, dass eine gute Tiny House Versicherung aus den folgenden Bestandteilen besteht: 

  • Versicherung der Bausubstanz: Für alle Schäden, die am Mobilheim selbst entstehen. 
  • Haftpflichtversicherung: Greift bei Schäden, die ein Trailer House verursacht. 
  • Hausratversicherung: Versichert Schäden am Inventar wie Möbel, Deko und Elektrogeräte. 
  • Glasbruchversicherung (optional): Ersetzt kaputte Glasscheiben. 

Was kostet eine Mobilheim Versicherung?

Üblicherweise zahlen Eigentümer eine monatliche Gebühr an den Versicherer. Wie hoch der Preis ausfällt, misst sich an dem Versicherungswert des Hauses auf Rädern. Für ein winterfestes Mobilheim mit einem Neuwert von 25.000 bis 50.000 Euro betragen die monatlichen Versicherungsbeiträge 18 bis 30 Euro.

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