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Systemhalle von InnenDer Begriff System kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet “aus Einzelteilen bestehendes Ganzes”. Genau das ist es, was eine Systemhalle ausmacht: Sie besteht aus vorgefertigten Elementen, die sich zu einem Hallenbau zusammensetzen lassen. Die Vorfertigung spart Zeit und Geld. Gleichzeitig ermöglicht es das Baukastenprinzip, die Hallen auf das individuelle Bedürfnis abzustimmen.

Die Systembauweise bildet somit einen Kompromiss zwischen Individualisierung, geringen Kosten und kurzer Bauzeit.

Systemhalle aus Holz, Stahl oder Beton

Systemhallen sind hinsichtlich verschiedener Kriterien zu unterscheiden. Zum einen differenzieren sie sich dahingehend, welches Baumaterial überwiegt. Bei Hallenbauten in Systembauweise finden leichte Materialien Verwendung. In Abgrenzung zur Massivbauweise handelt es sich um Leichtbauhallen aus Holz, Stahl oder Blech. Es lassen sich jedoch auch Fertigbauteile aus Beton herstellen.

Je nachdem welchen Zweck eine Systemhalle dienen soll, bringen verschiedene Materialien unterschiedliche Vor- und Nachteile:

Baumaterial

Vorteile

Nachteile

Stahl
  • Säurebeständig
  • Recyclingfähig
  • Weite Spannweiten ohne Zwischenstützen
  • Günstig
  • Mobil
  • Gegenüber Holz kühles Raumklima
Holz
  • CO2 neutral
  • Recyclingfähig
  • Angenehmes Raumklima
  • Geringere Brandschutzklasse als Holz und Beton
  • Geringere Lebensdauer
  • Pflegeintensiv
  • Ortsgebunden
  • Nicht säurebeständig
Beton
  • Recyclingfähig
  • Hohe Lebensdauer
  • Nicht säurebeständig
  • Ortsgebunden

Ausbaustufen: Isolierte, geschlossene und Schattenhallen

Ist die Wahl auf ein Material gefallen, geht es um die Entscheidung für eine Ausbaustufe. Diese bezeichnen Hersteller auch als Schutzklasse. Wie der Name bereits nahelegt beschreibt die Schutzklasse, wie gut die Systemhalle vor Wind und Wetter schützt:

  1. Schutzklasse 1 – Schutz vor Sonne und direktem Regen und Schnee: Auch als Schattenhalle oder Unterstellhalle bezeichnet besteht die Halle aus einem Stahlprofil mit einem Dach. Die Seitenwände sind offen. Das Dach besteht in den meisten Fällen in einem Pultdach aus Stahl, Zeltplane oder Blech.
  2. Schutzklasse 2 – Schutz von oben und von der Seite: In diese Kategorie fallen geschlossene Systemhallen mit Dach und Seitenwänden. Allerdings fehlt eine Wärmedämmung. Die beliebtesten Dächer bilden Satteldächer und Pultdächer.
  3. Schutzklasse 3 – Isolierte Hallen: Dieser Klasse entsprechen Systembauten mit geschlossenen Seitenwänden, Dach und Isolierung. Hier besteht demnach nicht nur ein Schutz vor Wind und Wetter, sondern auch vor Temperaturen. Zur Dämmung dienen Sandwichplatten. Solche bestehen aus einem Kern aus einem Dämmstoff wie Mineralwolle, der sich zwischen einer Innen- und Außenhülle beispielsweise aus Stahl befindet.

Preise ab 150 Euro für den Quadratmeter

Den Preis einer Systemhalle bestimmt maßgeblich die Schutzklasse. Eine einfache Halle mit offenen Flanken liegt bei einem Neupreis ab 150 Euro für den Quadratmeter. Gebraucht gibt es einen solchen Fertighallenbau schon ab 100 Euro.

Ein geschlossener Hallenbau ohne Isolierung erzielt Kosten von 250 bis 300 Euro den Quadratmeter. Eine isolierte Halle kostet rund 400 Euro.

Bei den genannten Kosten handelt es sich um Richtwerte. Einen genauen Preis erhalten Sie über unseren Konfigurator. Anhand der von Ihnen gemachten Angaben, generieren wir Angebote von bis zu 4 Herstellern.

Wann eine Baugenehmigung erforderlich ist und Ausnahmen

Jedes deutsche Bundesland verfügt über eine eigene Bauordnung. Entsprechend unterschiedlich sind die gesetzlichen Vorschriften. Grundsätzlich gilt jedoch, dass ein Hallenbau eine Baugenehmigung erfordert. Erhältlich ist diese beim Bauamt. Das Verfahren zur Genehmigung erfolgt in drei Stufe und kann sich über mehrere Monate ziehen.

Es gibt jedoch auch Sonderfälle, die das Aufstellen einer Systemhalle ohne Baugenehmigung zulassen. Hierbei handelt es sich um folgende Ausnahmen:

  • Fliegender Bau: Temporäre Bauten, die weniger als 3 Monate stehen, gelten gesetzmäßig als fliegender Bau. Hier erfolgt kein Genehmigungsverfahren im Voraus, sondern nach dem Aufbau erfolgt eine Abnahme durch den TÜV.
  • Lager- und Fahrzeughallen: In einigen Bundesländern erfordern Systemhallen keine Baugenehmigung, wenn sie bestimmte Punkte erfüllen. Dazu gehört, dass sie nicht größer als 100 Quadratmeter sind, nicht an Nachbargebäude grenzen (freistehend) und über keinen Keller und zusätzliche Etagen verfügen. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann ein Architekt ein vereinfachtes Verfahren anwenden.

Der Boden: Platten, Erdnägel oder Beton?

Eine entscheidende Frage ist die nach dem Fundament der Fertighalle. Eine Besonderheit von Stahlhallen besteht darin, dass sie in Einzelfällen sogar ganz ohne Bodenplatte errichtet werden dürfen. Die Verankerung erfolgt in diesem Fall über das Stahlprofil der Halle, das mit Erdnägeln am Boden fixiert wird.

Eine weitere Möglichkeit bietet ein Betonfundament. Nachteil sind die vergleichsweise hohen Kosten mit um die 100 Euro pro Quadratmeter. Ferner benötigt Beton eine Härtezeit von mehreren Wochen. Während de Systemhalle in wenigen Stunden steht, verzögert der Beton so den Bauprozess.

Gerade wenn es schnell gehen muss, bieten deshalb Großflächenplatten eine gute Lösung.Dabei handelt es sich um fertige Platten, die auf einem Sandbett verlegt werden.

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