Schäferwagen im Vergleich und was Eigentümer wissen müssen

Unter den beweglichen Wohnstätten der europäischen Geschichte hat der Schäferwagen seinen festen Platz. Im Vergleich zu modernen Wohnanhängern und Wohnmobilen handelt es sich um einen kleinen und einfach ausgestatteten Wohnanhänger. Menschen, die erwägen, einen Schäferwagen als Erstwohnsitz zu nutzen, empfinden Wohnkomfort individuell. Das Platzangebot und Bequemlichkeit steht mehr im Hintergrund.

Wichtiger sind natürliche Materialien, Naturnähe, Beweglichkeit, Mobilität, Nostalgie und niedrige Wohnkosten. Rechtlich bewegt sich diese Art Haupt- und Dauerwohnsitz in einem interpretationsfähigen Bereich. Das Baurecht ist auf ein Fahrzeug nicht anwendbar und die Straßenzulassung greift nicht in den Verwendungszweck ein.

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Zimmer: 5m²: 100

Bungalow, Mobilheim, Modulhaus

Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
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Zimmer: 4m²: 57

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Zimmer: 3m²: 37

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Bau- und verwaltungsrechtliche Aspekte

Im Mittelpunkt der Rechtsrelevanz steht bei einem Schäferwagen seltener der baurechtliche Aspekt als verkehrs- und verwaltungsrechtliche Fragen bezüglich Aufenthalts-, Bewegungs- und Wohnrecht. Generell sind Zugfahrzeuge, die ein nutzbares Fahrwerk besitzen, dem Verkehrsrecht unterworfen. Erst wenn die Transportmöglichkeit durch ein Entfernen der Räder und/oder des Fahrwerks oder anderweitiges festes Verbinden mit dem Aufstelluntergrund unterbunden wird, greift das Baurecht. Das gilt auch, wenn der Schäferwagen auf einem PKW Anhänger transportiert wird.

Entscheidende Relevanz für die unbeanstandete Bewohnung hat das „Drumherum“ des Mobilheims. In die Einzelfallentscheidungen der lokalen Ordnungsämter fließen Kriterien wie Nachbarschaft, optische Erscheinung und Meldegesetzgebung bezüglich des Aufstellplatzes ein. Erweiterte rechtliche Vorgaben entstehen durch Versorgungsanschlüsse und Grundstücksbeschickbarkeit beispielsweise, um den Müll zu entsorgen.

Vor- und Nachteile

Beengte Platzverhältnisse und geringerer Wohnkomfort bei hoher Mobilität und geringen Wohnraumkosten sind herausragender Argumente für und gegen die Absicht beim Schäferwagen kaufen und als Erstwohnsitz zu nutzen.

Vorteile:

  • Keine Baugenehmigung erforderlich
  • Straßenzulassung nur bedingt erforderlich
  • Geringe bis keine Miet- oder Pachtausgaben
  • Geringer Aufstellaufwand
  • Hohe Mobilität
  • Nostalgiefaktor
  • „Einfacher“ Lebensstil

Nachteile:

  • Schwierige Suche nach Aufstellplätzen
  • Eingeschränkter Wohnraum
  • Externe Sanitäreinrichtungen erforderlich
  • Rechtliche Zwitterstellung, wenn Festversorgungsanschlüsse montiert werden
  • Eventuelle verwaltungsrechtliche Untersagung der Wohnberechtigung
  • Abhängigkeit von externen Anschlüssen wie Strom, Wasser und Kanal
  • Eventuelle Abhängigkeit von externen sanitären Anlagen

Eigenbau oder Erwerb

Ein eigener Schäferwagen kann in Deutschland auf vier Arten besorgt werden oder entstehen. Neben dem Markt für gebrauchte Schäferwagen, die auch unter dem Stichwort Zirkuswagen zu finden sind, gibt es Spezialhersteller, die Auftragswagen herstellen. Die meist aus Holz verarbeitenden Gewerbehintergrund wie Schreinereien, Tischlereien und Zimmereien stammenden Anbieter bauen nach gemeinsamer Planung mit dem Auftraggeber.

Als Alternative bietet sich ein Eigenbau an. Er kann, teilweise auch von Spezialherstellern im Angebot nach einer Bauanleitung, die einem vorproduzierten Bausatz beiliegt, ausgeführt werden. Erfahrene und geschickte Heimwerker bauen nach der eigenen freien Planung.

Kosten

Ein Tiny House in Form eines Schäferwagens wird von Herstellern meist bezugsfertig angeboten. Das schließt das Fahrwerk und die Bereifung ein, die gemäß Straßenverkehrsordnung zulassungsfähig ist. Die Grundpreise beginnen ab etwa 8.000 Euro für die Standardmaße 200x180x180 Zentimeter. Je nach Holzart und Ausbauvarianten kommen 1,5-fache bis dreifache Preisaufschläge zum Grundpreis hinzu. Für gebrauchte Wagen und selber gebaute Modelle müssen ab 5.000 Euro kalkuliert werden.