Ökologisch bauen: Möglichkeiten, Vor- und Nachteile

In Zeiten des Klimawandels gewinnt ökologisches Bauen zunehmend an Bedeutung. Die Nachfrage nach nachhaltigen Wohnlösungen wächst. Hersteller reagieren mit entsprechenden Angeboten. Wer heute ökologisch bauen möchte, dem bieten sich vielfältige Möglichkeiten. Welche das sind, Kosten sowie Vor- und Nachteile im Überblick.

Um Ihnen einen Eindruck der Möglichkeiten sowie der Preisspanne zu geben, hier zunächst eine Auswahl von Öko Häusern verschiedener Hersteller:

Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
150.000€
eco-c3

Zimmer: 4m²: 56

Bungalow, Containerhaus, Mobilheim, Modulhaus

Büro, Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
199.000€
premium mccube

Zimmer: 5m²: 100

Bungalow, Mobilheim, Modulhaus

Büro, Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
99.000€
eco a1

Zimmer: 3m²: 29

Bungalow, Containerhaus, Mobilheim, Modulhaus, Tiny House

Ausstattung nachhaltiger Häuser

Ökologisch bauen bedeutet, dass das Haus seine Umwelt möglichst wenig negativ beeinflusst. Das gilt sowohl für den Bau selbst als auch für den laufenden Betrieb wie Energie und Wasserversorgung. Ein nachhaltiges Haus verfügt meist über folgende Ausstattungsmerkmale:

  • Fotovoltaik: Dabei handelt es sich um die Stromgewinnung aus Sonnenenergie. Solarkollektoren auf dem Hausdach machen es möglich. Solarstrom ist vollständig klimaneutral. Anders als bei Strom aus Kohlekraftwerken werden keine fossilen Brennstoffe benötigt.
  • Regenerative Heizungen: Umweltfreundliche Behausungen nutzen ein regeneratives Heizsystem. Wer ökologisch bauen möchte, dem bieten sich hier verschiedene Heizmöglichkeiten. Eine Solarthermie wandelt mittels Kollektoren Sonnenenergie in Wärme um. Eine Pellet- oder andere Holzheizungen nutzen mit Holz einen nachwachsenden Rohstoff. Wärmepumpen nutzen Umweltwärme aus der Luft oder dem Erdreich zum Heizen. Im Gegensatz zur konventionellen Gas- oder Ölheizung nutzen aller der genannten Heizungsarten keine fossilen Brennstoffe und sind damit deutlich umweltfreundlicher.
  • Nachhaltige Baustoffe: Ökologische Bauten bestehen aus natürlichen und regenerativen Baustoffen wie Holz oder Lehmplatten. Dazu mehr unter dem nächsten Punkt.

Umweltfreundliche Baustoffe

Ökologisches Bauen beginnt bereits bei der Auswahl der Baustoffe. Hier haben sich natürliche Materialien wie Holz oder Lehmplatten bewährt. Naturstoffe sind chemie- und allergenfrei. Anders als bei synthetischen Baumaterialien ist eine Ausgasung von Schadstoffen demnach ausgeschlossen. Das schon nicht nur die Umwelt, sondern auch die Eigentümer eines solchen Öko Hauses. Naturbaustoffe bedürfen keines langen Bearbeitungsprozesses und sind somit ressourcenschonend.

Hinzu kommt, dass Hersteller meist Holz aus der unmittelbaren Umgebung beziehen. Das spart lange Anfahrtswege und spart zusätzlich Energie beim Bau eines Holzhauses.

Nachhaltige Dämmstoffe

Der umweltfreundliche Architekt greift bei der Dämmung seiner Öko Immobilie meist aus Zellulose zurück. Dieser Dämmstoff gewinnen Hausbauer aus Recycling-Papier. Die einzelnen Zellulose-Flocken werden mit Boratsalz angereichert. Das dient dem Brandschutz und der Haltbarkeit.

Ein weiteres ökologisches Dämmmaterial besteht in der Holzfaser. Dazu werden einzelne Holzfasern zu Dämmplatten zusammengepresst. Nach einem ähnlichen Prinzip besteht das weitaus weniger verbreitete Dämmen mit Stroh.

Ökologisch bauen: Diese Möglichkeiten gibt es

Eigentümer, die ökologisch bauen möchten, haben die Wahl zwischen verschiedenen Harten. Diese Arten ökologischer Architektur gibt es:

Hausart
Beschreibung
Ökologische Vorteile
Preis
EarthshipDabei handelt es sich um autarke Häuser aus Wohlstandsmüll. So werden die Wände beispielsweise mit alten Autoreifen aufgefüllt.
  • Stromversorgung durch Solar oder Windkraft
  • Als Baumaterial wird Müll recycelt oder Naturmaterialien verwendet
  • Wasserversorgung durch den Auffang
180.000 bis 350.000 Euro
ModulhausMeist mobile Häuser aus einzelnen Raummodulen, die beliebig miteinander kombiniert werden können.
  • Stromversorgung meist durch Solarkollektoren
  • Heizwärme meist durch Umweltwärme
  • Durch den Zu- und Abbau von Modulen passt sich das Haus immer den aktuellen Wohnbedarf an. Dadurch wird nicht mehr Platz verschwendet und Energie verbraucht als nötig
100.000 bis 250.000 Euro
ContainerhausAusrangierte Seecontainer dienen als Basis für diese Hausart. Die Häuser eignen sich für den Transport mit Schiff und Lkw.
  • Ökologisch bauen nach dem Upcycling Prinzip: Nicht länger verwendete Seecontainer werden zu einem Wohnmodul aufgewertet
  • Heizenergie meist durch Wärmepumpe
  • Strom meist durch Fotovoltaik
20 Fuß Container: Ab 25.000 Euro

 

40 Fuß Container: Ab 35.000 Euro

Tiny HouseKleinsthäuser auf einem Anhängergestell, beispielsweise in Form von Schäferwagen oder Zirkuswagen.
  • Ressourcensparendes Wohnen auf kleinem Raum
  • Strom und Wärmeversorgung über Solar
Ab 25.000 Euro

 

Neben dem großen Vorteil der Nachhaltigkeit müssen beim ökologischen Bauen auch einige Nachteile berücksichtigt werden. So ist der Bau einer nachhaltigen Immobilie oft teurer als der eines konventionellen Hauses. Eine umweltfreundliche Wärmepumpe ist in der Anschaffung mehr als doppelt so teuer wie eine Gasheizung. Auch sind nicht alle Maßnahmen realisierbar. Fotovoltaikanlagen lohnen sich beispielsweise nur in Sonnenreichen Regionen. Wer ökologisch bauen möchte, sollte also vorab prüfen, in welchem Maße die Maßnahmen umsetzbar sind.

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