Der Name legt es bereits nahe: Bei einem Nurdachhaus handelt es sich um ein Haus, das zum großen Teil aus Dach besteht. Die zwei Dachflächen des Satteldachs reichen vom Giebel aus bis zum Erdboden. Dadurch sparen sich Eigentümer die Seitenwände. Welche Arten von Nurdachhäusern es gibt sowie Kosten, Vor- und Nachteile im Überblick.

nurdachhaus mit strohdach und vorgartenVerbreitet ist das Nurdachhaus hierzulande vor allem im Osten und im Seenland Mecklenburg-Vorpommerns. Weite Verbreitung außerhalb Deutschlands erfährt es in Skandinavien, weshalb es auch als Finnhütte Bezeichnung findet. Hier dient es vornehmlich als Strand- oder Ferienhaus. Doch auch als Erstwohnsitz findet die Finnhütte Anwendung. Meistens verfügt sie über ein Geschoss, seltener über zwei Etagen.

Eine besondere Unterform des Nurdachhauses ist das Zeltdachhaus. Dieses verfügt ebenfalls über Dachflächen, die bis zum Boden reichen. Im Gegensatz zum Nurdachhaus, das zwei Dachflächen an den Seiten besitzt, verfügt das Zeltdachhaus über vier Dachflächen an allen Seiten des Hauses. Aufgrund dieser Form werden Zeltdachhäuser auch als Pyramidenhaus bezeichnet.

Vor- und Nachteile

Bei Nurdachhäusern handelt es sich meistens um kleine Holzhäuser. Somit nutzen sie einen nachhaltigen, CO2-neutralen Baustoff. Hinzu kommt, dass Holz von Natur aus über gute Dämmwerte verfügt. Holzhäuser kommen demnach mit wenig bis keine zusätzlichen Dämmstoffe aus.

Da das Haus über Dachschrägen an beiden Seiten verfügt, bietet es viel Angriffsfläche für die Sonne. Im Winter spart das Heizkosten. Im Sommer kann es jedoch dazu führen, dass sich die Räume schnell aufheizen.

Gerade als Singlehaus oder Ferienimmobilie bieten sich Finnhütten an. So gibt es diese auch mit deutlich kleineren Grundrissen als die meisten Einfamilienhäuser. Dabei gilt die Bauweise grundsätzlich als unkompliziert. Da das Haus fast ausschließlich aus Dach besteht, hält das den Planungsaufwand und somit auch die Kosten für Eigentümer gering. Wer ein Nurdachhaus kaufen möchte, der muss für ein schlüsselfertiges Modell mit 50 qm Wohnfläche ab 80.000 Euro rechnen.

Einer der größten Nachteile der Finnhütten besteht darin, dass ein Großteil des Grundrisses von Schrägen geprägt ist. Das schränkt den Gestaltungsspielraum im Inneren des Hauses ein. Die rechnerische Wohnfläche fällt dadurch ebenfalls geringer aus. So werden Raumteile mit einer Deckenhöhe von unter einem Meter nicht als Wohnfläche angerechnet. Raumteile mit einer Höhe von über einem Meter, aber unter 2 Metern werden zur Hälfte als Wohnfläche angerechnet.

Die Besonderheit, die sich durch die Schrägen ergibt, sollten Eigentümer bei der Planung berücksichtigen. Ein Vorteil von schlüsselfertigen Häusern besteht darin, dass die Inneneinrichtung bereits speziell auf diese Gegebenheit abgestimmt ist.

Größe

Bei Finnhütten mit zwei Etagen ist fällt die Wohnfläche des Obergeschosses deutlich geringer aus als die des Erdgeschosses. Dies ergibt sich durch den spitzen Winkel des Daches. Angenommen das Erdgeschoss verfügt über eine Grundfläche von 7 mal 7 Metern, also insgesamt 49 qm. Bei einem normalen Neigungswinkel des Daches beträgt die Fläche des Obergeschosses in diesem Fall etwa 3 mal 9 Meter.

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