Modulhaus: Preise, Anbieter Vergleich, Vor- & Nachteile

Beim Hausbau existieren zwei Wege für die Planung und Umsetzung. Das Gesamtgebäude wird entweder „in einem Guss“ entworfen oder aus einzelnen Fertigelementen zusammengesetzt. Lange haftete dem Modulbau der Ruf an, dass die Bauergebnisse eine typische und meist als minderwertig betrachtete Fertighausoptik ausstrahlen. Mittlerweile entstehen moderne Modulhäuser mit Fertigungstechniken und Materialien, die ohne optische Erkennbarkeit alle Vorteile der Modulbauweise für ein Wohnhaus nutzen können wie auch folgende Beispiele verschiedener Hersteller zeigen:

Büro, Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
99.000€
premium mccube

Zimmer: 5m²: 100

Bungalow, Mobilheim, Modulhaus

Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
150.000€
mc cube eco 1

Zimmer: 4m²: 57

Bungalow, Mobilheim, Modulhaus

Büro, Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
99.000€
eco a1

Zimmer: 3m²: 37

Bungalow, Mobilheim, Modulhaus

Großer Vorteil beim Modulhaus ist neben der Planungssicherheit auch bei individuellen Ausführungswünschen die schnelle Realisierungsfähigkeit. Der Zeitfaktor hat im wechselhaften deutschen Klima enorme Auswirkungen auf die Baukosten. Auch begleitende Lebensumstände wie die Kündigung von vorherigen Mietverhältnissen und Anmeldungen von Versorgungs- und Verbrauchsleistungen erhalten verlässlichere Rahmenbedingungen.

Sparfaktoren: Aufwand und Zeit

Das Modulhaus hat sich zur gleichwertigen Alternative zu jedem anderen Konstruktionstyp entwickelt. Die Hersteller bieten alle beliebten und populären Architekturstile in modularer Bauweise an. Land- und Stadthäuser, klassische Einfamilienhäuser und Villen sind genauso vertreten wie Bauhaus- und Bungalowmodelle. Dächerformen reichen von Flachdächern über Walm- und Zeltdächer mit Deckungen aller Art. Die „vorbereiteten“ Wohnmodule bringen technische Eigenschaften mit, die bereits im Vorfeld statische Sicherheit planbar machen.

Neben der gesparten Aufbauzeit reduzieren detailliert vorausberechnete Dachmontagepläne die Bauzeit zusätzlich. Modulare Systemhäuser bringen vorinstallierte Versorgungsanschlüsse und Leitungen mit. Das Erstellen von Versorgungsschächten in Mauerwerken und der Arbeitsumfang von Installateuren für Strom und Wasser werden deutlich eingeschränkt.

Häuser mit „Klicktechnik“

Modulhäuser werden vom Minihaus mit Containercharakter bis zur großzügigen Villa mit 200 Quadratmetern Wohnfläche angeboten. Entscheidendes Kriterium sind die Vorfertigungsmöglichkeiten der Module. Die Kombinations- und Montagesysteme führen zu einer Art „Klicktechnik“. Die Einzelmodule werden aufbaubereit angeliefert und miteinander verankert und verbunden. Wandöffnungen ersetzen Durchbrüche und nach Plan vorgefertigte Versorgungsschächte und Kanäle werden an vorbereiteten Schnittstellen ebenfalls „per Klick“ zusammengefügt.

Ein modulares Haus erhält mittels durchgängiger Fassaden, Verkleidungen und Verblendungen eine äußere Optik, die von anderen Haustypen nicht zu unterscheiden ist. Fassadenelemente gehören zu den Modullösungen und können aus unterschiedlichen Werkstoffen bestehen. Glatte Verputzfassaden, Eternit, Holz in Lattungs- oder Plattenform, Natur- und Mauerstein liefern jedem Geschmack die passende Variante.

Vergleich zwischen Modul- und Massivhaus

Die fortgeschrittenen Fertigungstechnologien und hochwertigen Ausführungen haben den Anschaffungspreis zwischen Fertig- und Massivhäusern ab Bodenniveau schmelzen lassen. Die Preise für ein Modulhaus müssen im Kontext zu Begleitumständen und Lebenssituation bewertet werden. Auch ohne direkten finanziellen Vorteil spielt die gesparte Bauzeit in der Lebensplanung meist eine wichtige Rolle. Bei der Kalkulation und einem Vergleich zwischen Massiv- und Modulhaus müssen folgende Faktoren berücksichtigt werden:

  • Geldwerter Vorteil durch Zeitersparnisse (auch Baubetreuungs- und Abnahmeaufwand)
  • Unterkellerung oder Bodenplatte
  • Transport- und gegebenenfalls Lagerungskosten von Baumaterialien oder Modulen
  • Erforderliche Außenanlagen wie Zugänge und Terrassen
  • Aufwendungen für Bauhilfsgeräte wie Kran, Schwerlasttransporter und Betonmischer
  • Grad und Umfang des Innenausbaus
  • Preisunterschiede zwischen Standard- und Wunschdetails
  • Lebensdauer und Wiederverkaufswert

Hauspreisvergleich

Modulares Wohnen führt bei vergleichbaren Ansprüchen und Parameter in Ausstattung und Größe zu Hauspreisen von 1.200 bis 1.600 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Massivhäuser kosten zwischen 1.400 und 2.000 Euro pro Quadratmeter. Dieser Preisunterschied wird beim Modulbau Wohnhaus durch Umlegen sekundärer Faktoren gemindert. Platzverlust durch Haustechnik auf der Wohnebene, wenn keine Unterkellerung erfolgt, zählt genauso zu Kostenvarianzen wie die Abhängigkeit der Energieeffizienz von den Modulwerkstoffen und dem Dämmungsaufwand.