Modulares Wohnen: Arten, Hersteller & Preise im Vergleich

Im übertragenen Sinne leben wir alle modular. In unseren Häusern und Wohnungen sind die Räume Zwecken zugeordnet. Essen wird in der Küche zubereitet, gegessen wird im Esszimmer, das Wohnzimmer ist gemütlicher Aufenthaltsort für die Freizeit und das Schlafzimmer lädt zum Ausruhen und Auftanken ein. Wenn diese Räume und Zimmer sich nicht in einem fest durch Mauerwerk zusammengefügten Gebäude befinden, stellen sie eine Ansammlung einzelner Nutzobjekte dar. Modulares Wohnen macht sich dieses Prinzip zunutze. Statt feststehende und statische Grundrisse möglichst alltagstauglich zusammenzustellen, bietet ein modulares Haus individuelle Kombinationen. Aus fest gefügter Bausubstanz wird eine Art Baukasten. Einzelräume und Zimmer können in beliebiger Weise miteinander verbunden werden.

Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
150.000€
eco-c3

Zimmer: 4m²: 56

Bungalow, Containerhaus, Mobilheim, Modulhaus

Büro, Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
199.000€
premium mccube

Zimmer: 5m²: 100

Bungalow, Mobilheim, Modulhaus

Büro, Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
99.000€
eco a1

Zimmer: 3m²: 29

Bungalow, Containerhaus, Mobilheim, Modulhaus, Tiny House

Abgeschlossene Einzelelemente

Ein modulares Haus gleicht in der technischen Bauweise in Teilen den Fertighäusern. Entscheidender Unterschied ist allerdings, dass jedes Einzelelement oder Modul, für sich alleine seinen Zweck erfüllt. In Fertighäusern beispielsweise in Ständerbauweise teilen sich aneinandergrenzende Räume die Zwischenwand. Im Modulbauhaus kann diese Konstruktionsweise aufgenommen werden, muss es aber nicht. Modulares Wohnen erlaubt, Küche, Ess-, Schlaf- und Wohnzimmer als in sich geschlossene voll umwandete Einheit einzusetzen. Modulsysteme erlauben in vielen Fällen, einzelne Wände wegen unnötiger Doppelung zu entfernen. Wenn aber ein An- oder Umbau umgesetzt werden soll, ist im Modulbauhaus eine vollkommen andere Raum- und Zimmeraufteilung möglich. Ein Zimmer kann von einer Hausseite auf die andere „verlegt“ werden. Je nach Modell und Konstruktionstyp „wandern“ auch Versorgungsleitungen mit oder lassen sich der Modulverteilung anpassen.

Flexible Eigenschaften und Holz

Bevorzugte Bau- und Werkmaterialien für modulares Wohnen sind Holz, Holzersatz und Stahl. Beton und Stein kommen naturgemäß nicht zum Einsatz. Modulares bauen mit Holz ermöglicht neben dem Umsetzen intelligenter Koppelungstechniken, die Vorzüge des Naturmaterials einzusetzen. Dämmung, Wohnklima und Optik bieten die erforderlichen Eigenschaften, die ein individuell „gebasteltes“ Haus braucht, um komfortabel bewohnbar zu sein.

Die Vielfältigkeit, mit der rechteckige Holzkisten als Räume und Zimmer gestaltet werden können, erlaubt auch, ein mobiles Modulhaus zu konstruieren. Die Einzelelemente können für einen Transport demontiert und voneinander getrennt werden. Ein seitlich platziertes Modul kann einzeln einem anderen Verwendungszweck zugeführt werden. Die offene Flanke des Nachbarmoduls wird verschlossen und ein ehemaliges Kinderzimmer wird leicht zu einem Gartenhaus.

Spezifische Eigenschaften

So flexibel und veränderbar ein modulares Haus ist, unterliegt es bauphysikalischen Gesetzmäßigkeiten wie jedes andere Gebäude. Ein Wohnhaus in seiner Gesamtheit ist immer mehr als seine Teile. Eine ausreichende Dämmung und Dichtigkeit muss modulübergreifend vorhanden sein. Um ein modulares Haus bauen zu können, dass potenzielle Schwachstellen ausmerzt, stehen Verbindungstechniken der Einzelelemente im Mittelpunkt. Zum einen bestimmt das schwächste Glied über die Gesamteffizienz und zum Zweiten muss auf, bei statischen Gebäuden mögliche, durchgängige Lösungen verzichtet werden.

Unterbrochene Fassaden und Außenwandzunahme durch „verschachtelte“ Bauweise kann zu schnell zu Wärmebrücken und/oder erhöhten Wärme- und Luftabflusswerten führen. Die Befestigungs- und Verbindungstechniken müssen dementsprechend aufgerüstet werden. Modulares bauen mit Holz erzeugt viele Fugen, Ritze und Hohlräume, die bei statischer Bauweise entfallen. Je kleinteiliger ein feststehendes oder mobiles Modulhaus aufgebaut wird, desto größere Wichtigkeit kommt der Verbindungstechnik zu.

Glatte Rechtecke und vieleckige Verschachtelung

Je standardisierter und zusammenhängender modulare Wohnaufbauten gestaltet sind, desto eher sind bautechnische Maßnahmen wie bei statischen Häusern möglich. Wohncontainer wie die modifizierte Combibox entsprechen dabei dem Rohbau. Verbundene Elemente schaffen eine zusammenhängende Gebäudehülle. Je rechteckiger die Anordnung ausgeführt wird, desto mehr verringern sich die neuralgischen Schwachpunkte. Dieser bauphysikalische Vorteil geht allerdings zulasten der individuellen Gestaltungsmöglichkeiten.

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