Die Leichtbauweise findet vor allem beim Bau von Fertighäusern Anwendung. Wie der Name bereits nahelegt, zeichnet sich diese Art der Konstruktion durch ein geringes Gewicht des verwendeten Baumaterials aus. Das reduziert die Kosten, die Aufbauzeit und den Energieaufwand.

Leichtbauweise mit Skelett aus Holzständer in der BauphaseEin typisches Beispiel für Leichtbauweise ist das Holzhaus. Bei der sogenannten Holzrahmenbauweise, auch Holzständerbau genannt, bilden senkrechte Holzbalken das Skelett des Gebäudes. Dieses wird anschließend mit Holzplanken verkleidet. So lässt sich innerhalb kürzester Zeit eine Hauswand errichten. Bauherren benötigen weder Beton noch Zement, wodurch eine Trockenzeit entfällt. Deshalb findet die Leichtbauweise auch als Trockenbauweise Bezeichnung.

Dem Leicht- beziehungsweise Trockenbau gegenüber steht die Massivbauweise. Beim Massivbau kommen schwere Baustoffe wie Ziegelsteine und Beton zum Einsatz. Das führt zu einem höheren Aufwand und Bauzeiten. Der Vorteil des Massivbaus ist dessen Langlebigkeit.

Massiv- oder Leichtbau?

Während sie in den USA längst Standard ist, fristet die Leichtbauweise hierzulande eher ein Schattendasein. So war es bisher, denn in letzter Zeit findet das Leichtbau Haus zunehmend Anhänger. Kein Wunder, denn das Bauen mit Holz, Gipskarton und Co. bietet einige Vorteile:

  • Geringe Kosten: Keine Trockenzeit, einfacher Transport aufgrund des geringen Gewichtes, kurze Aufbauzeiten – Das alles sind Faktoren, weshalb die Kosten eines Leichtbaus deutlich unter denen eines Massivbaus liegen.
  • Zeitersparnis: Durch den Verzicht auf Beton entfällt bei einem Haus in Leichtbauweise die Trockenzeit. Die Beplankung des Ständerskeletts erfolgt innerhalb weniger Tage. Hinzu kommt, dass sich die vorgefertigten Module innerhalb kürzester Zeit vor Ort zusammensetzen lassen.
  • Nachhaltigkeit: Viele Elemente des Leichtbaus bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz. Zudem müssen Hersteller für einen Leichtbau deutlich weniger Energie aufwenden als für einen Massivbau.
  • Flexibilität: Das Gerippe aus Holzständern bildet das tragende Element. Die Beplankung beziehungsweise die Wände sind nicht tragend und können auf die Bedürfnisse der Bewohner des Leichtbaus zugeschnitten werden. Auch das nachträgliche Einbauen von Fenstern oder Türen stellt somit kein Problem dar.

Demgegenüber stehen die folgenden Nachteile der Leichtbauweise:

  • Weniger Langlebigkeit: Leichtes Baumaterial hat dabei nicht nur Vorteile. Hinsichtlich der Lebensdauer ist ein Massivbau dem Leichtbau voraus. Gutachter beziffern die die Dauer bis zu einer umfassenden Sanierung bei einem Leichtbau Architektur auf bis zu 60 Jahre, bei einem Massivbauhaus auf bis zu 100 Jahre.
  • Anfälliger gegenüber Schädlingen: Holzhäuser in Leichtbauweise können von Schädlingen wie dem Holzwurm befallen werden. Dieses Risiko besteht bei einem Haus aus Stein und Beton nicht.

Vorurteile

Neben den Vor- und Nachteilen gibt es auch einige Vorurteile gegenüber dem Leichtbau.

Ein Vorurteil besteht darin, dass Leichtbauhäuser wie ein Holzrahmenbau oder Holztafelbau anfälliger gegenüber Schimmel und Feuchtigkeit sind. Das ist so nicht richtig und trifft nur dann zu, wenn bauliche Mängel vorliegen. Bei fachlich korrekter Ausführung besteht für Eigentümer hier kein Grund zu Sorge.

Ebenfalls häufig hinterfragt wird der Brandschutz. Auch hier besteht kein Anlass zur Sorge. Moderne Leichtbauten können hier ohne Weiteres mit Häusern in Massivbauweise mithalten.

Preise für ein Leichtbauhaus

Die Preise für einen Rohbau in Leichtbauweise geben Hersteller mit etwa 1.250 Euro pro Quadratmeter an. Hier sind bereits Nebenkosten wie Transport und Personal enthalten. Angebote, die unterhalb der 900 Euro Grenze liegen, sollten Kaufinteressenten misstrauisch stimmen. Nicht selten handelt es sich dabei um Lockangebote, die Preise in anderen Posten verstecken und im Nachhinein deutlich teurer kommen.

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