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Kühlcontainer: Maße, Funktionsweise und Anbieter im Vergleich

Die Maße für Kühlcontainer entsprechen denen handelsüblicher Seecontainer. Am häufigsten sind 20 Fuß und 40 Fuß ISO-Container. Was Kühl- und Tiefkühlcontainer (englisch auch Reefer Container) unterscheidet, ist ein integriertes Kühlaggregat. Zudem sind sie isoliert, da sonst Kondensation und damit verbunden Feuchtigkeit entstehen würde.

Verderbliche Ware fand ihren Weg über das Wasser zuvor in aufwändigen Kühlschiffen. Das änderte sich mit der Erfindung von Kühlcontainern. Diese kommen dabei längst nicht nur als Frachtcontainer zum Einsatz. Sie finden auch als Kühlkammer in der Gastronomie oder auf Großmärkten Verbreitung.

KühlcontainerAufbau und Funktionsweise von Reefer Containern

Das Herzstück eines Kühlcontainers bildet das Kühlaggregat. Es befindet sich in der Wand des Containermoduls, auf der gegenüberliegenden Seite der Tür. Das Aggregat saugt warme Luft an und gibt diese nach außen hin ab. So erreicht es im Inneren eine Temperatur von – 25 Grad Celsius. Darüber hinaus gibt es Hochleistungs-Aggregate für Tiefkühlcontainer, die eine Temperatur von bis zu – 60 Grad Celsius gewährleisten. Derartig niedrige Temperaturen benötigt beispielsweise die Medizintechnik.

Für die Kühlung sorgt ein elektrisch oder mit Diesel betriebener Kompressor. Dieser funktioniert wie folgt:

  1. Der Kompressor verdichtet ein Kältemittel.
  2. Das Kältemittel kondensiert nun in Kühlschlangen, die sich in der Wand des Containers befinden.
  3. Das nun flüssige Kältemittel gelangt durch einen Verdampfer ins Containerinnere. Dort verdampft es, wobei es Wärme aus der Luft entnimmt.
  4. Anschließend gelangt das Gas wieder zum Kompressor. Der Kreislauf beginnt von erneut.

Damit die Kühlung effizient funktioniert ist es wichtig, dass das Containermodul isoliert ist. Die Hülle eines Reefer Containers besteht wie bei herkömmlichen Logistikcontainern auch aus Aluminium und Stahl. Die Innenwand ist mit einer Isolierung aus Polyurethan ausgestattet. Es gibt gibt auch reine Isoliercontainer ohne ein Kühlaggregat.

Moderne Kühlcontainer verfügen über eine Digitalanzeige an der Außenseite. Hier lässt sich die Temperatur bequem ablesen und einstellen. Das Bedienfeld ist durch einen Code durch die Bedienung von Unbefugten geschützt.

Um Ware frisch zu halten, verfügen viele Kühlcontainer zusätzlich über eine Lüftung. Von Außen lassen sie sich an den Lüftungsklappen in der Wand erkennen.

Stromverbrauch

Für den Antrieb des Kühlaggregats benötigt ein Kühlcontainer Strom. Wie hoch der Stromverbrauch ausfällt, ist pauschal schwer zu beantworten.

Bei einem 20 Fuß Reefer Container geben Hersteller einen durchschnittlichen Stromverbrauch von 4,5 kWh an. Wichtig: Bei der Angabe handelt es sich um einen groben Wert zur Orientierung. Der tatsächliche Verbrauch hängt ab von:

  • Der eingestellten Temperatur: Je größer die Abweichung zur Außentemperatur, desto höher der Strombedarf
  • Auslastung: Luft speichert Kälte sehr schlecht. Ein voller Kühlcontainer verbraucht deshalb weniger Strom als ein leerer.
  • Der enthalten Ware: Einige Gegenstände speichern Kälte schlechter als andere und benötigen entsprechend mehr Strom.
  • Entladezyklus: Bei jedem Öffnen der Tür geht Energie verloren.

Unterscheidung von Kühl- und Isoliercontainern

Häufig ebenfalls als Reefer Container bezeichnet werden Conair und Porthole Container. Diese verfügen allerdings nicht über ein eigenes Kühlaggregat. Sie stammen aus einer Zeit, als die Module durch eine zentrale Kühlung von speziellen Schiffen gekühlt wurden. Über die Öffnungen in der Wand, auf Englisch Portholes, ist die kalte Luft in den Container gelangt. Solche Conair Container kommen heute in der Logistik allerdings nicht mehr zum Einsatz.

Mieten oder kaufen: Das gilt es zu beachten

Wer einen 20 Fuß Kühlcontainer kaufen möchte, muss mit einem Neupreis von 10.000 Euro rechnen. Der Preis für gebrauchte Modelle liegt zwischen 5.000 und 6.000 Euro.

Alternativ dazu besteht die Option, einen Reefer Container zu mieten. Eine Miete lohnt sich bei einer kurzen Nutzungsdauer von unter zwei Jahren. Die monatliche Miete liegt bei rund 200 Euro.

PTI für einen störungsfreien Betrieb

Egal, ob Miete oder Kauf: In beiden Fällen sollten Eigentümer unbedingt auf eine vorhandene PTI achten. Die Abkürzung steht für Pre Trip Inspection. Dabei erfolgt eine Prüfung der Kühleinheit durch einen Sachverständigen nach Herstellervorgaben. Die PTI liefert einen fundierten Nachweis, dass das Containermodul einwandfrei funktioniert.

Maße und Normen

Kühlcontainer verfügen über identische Standardmaße wie handelsübliche Seecontainer. Es handelt sich um ISO-Container in Form von TEU und FEU:

  • Twenty-foot Equivalent Unit: 20 Fuß Container – 6 x 2,4 x 2,6 Meter (L x B x H)
  • Forty-foot Equivalent Unit: 40 Fuß Container- 9,1 x 2,4 x 2,6 Meter (L x B x H)

Zwar gibt es auch andere Containermaße, für Kühlcontainer finden diese jedoch keine Verbreitung.

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