Individueller Anstrich: Mehr Farbe in den eigenen vier Wänden

Individueller Anstrich: Mehr Farbe in den eigenen vier Wänden

Die Farben, die wir gerne anschauen, sagen viel über unsere Persönlichkeit aus. Während der eine sich am wohlsten in einem schlichten weißen Zimmer fühlt, mag es der andere bunt und knallig. Farbakzente, die richtig gesetzt werden, verleihen jedem Raum einen eigenen Charakter. Egal ob Sie sich für eine bunte Tischdecke im Wohnzimmer entscheiden oder eine ganze Wand in einer bestimmten Farbe streichen: Der Einsatz von Farben will wohlüberlegt sein. Doch er ist auch ein wertvolles Tool, um Ihr Wohnkonzept auf ein ganz neues Level zu heben.

Die Psychologie der Farben

Unsere Stimmung wird von einer Vielzahl an Faktoren beeinflusst. Einer davon ist die Atmosphäre des Raumes, in dem wir uns befinden. Gerade Menschen, die ein eher sensibles und feinfühliges Temperament haben, reagieren meist stark auf Farben. Umso wichtiger ist es, sich Gedanken darüber zu machen, mit welchen Farbtönen man sich umgeben möchte. Die erste Frage, die Sie sich dafür stellen sollten, ist, welche Farben Sie eigentlich mögen. Dafür kann es helfen, einfach ein paar Töne anzuschauen und zu beobachten, welche Assoziationen auftauchen und wie Sie sich dabei fühlen. Ein knalliges Rot beispielsweise wirkt auf die meisten Menschen aktivierend. Der eine fühlt sich davon angenehm angeregt und motiviert. Jemand anderes wird jedoch eher zappelig und unruhig. Als nächstes gilt es, zu überlegen, welche Farbe in welchen Raum passen könnte. Das eben genannte Rot zum Beispiel eignet sich weniger im Schlafzimmer, da dessen aktivierende Wirkung den Schlaf verschlechtern könnte. Ein sanftes Rosa hingegen fördert Ruhe und Entspannung. Auch ein kühles Blau kann entspannend und beruhigend wirken und eignet sich daher besonders gut für Ruheräume. Grün hingegen fördert die Kreativität und Neugier – optimal also im Arbeitszimmer. Vor allem dann, wenn Sie bei der Arbeit davon profitieren, ständig neue Ideen zu haben und geistige Klarheit benötigen, ist es eine gute Farbe.

Colour Blocking für mehr Intensität im Alltag

Colour Blocking ist ein Begriff, der eigentlich aus der Mode stammt. Dabei geht es darum, zwei oder drei Kontrastfarben großflächig miteinander zu kombinieren. Also zum Beispiel in einem Zimmer eine Wand in Blau und die andere in Gelb zu streichen. Oder Sie wählen eine Wand aus, auf der Sie mit dem passenden Kleister eine Tapete mit einem herausstechenden Muster anbringen. Davor dann noch ein knalliger Sessel oder ein Sofa mit einem bunten Bezug – fertig! Beim Colour Blocking geht es darum, Mut zur Farbe zu beweisen – und einem Raum damit zusätzliche Tiefe zu geben. Wenn Sie Sofa, Sessel oder Tische haben, die eine eher dezente Farbe aufweisen, müssen Sie diese dafür nicht sofort austauschen. Stattdessen können Sie Ihre alten Möbel mit einer neuen Tischdecke oder einem Überzieher aufpeppen. Oder Sie besorgen sich einen besonderen Teppich, mit dem Sie Ihren Fußboden optisch aufwerten. Natürlich ist diese Strategie nicht für jeden etwas. Vor allem wenn ein Raum klein ist, kann es passieren, dass zu viel Farbe ihn eher chaotisch und zugestellt wirken lässt. Kleine Räume können durch andere raffinierte Tricks größer und geräumiger wirken. Doch auch dann müssen Sie auf Farben nicht verzichten. Sie können das Colour Blocking dennoch umsetzen, sollten jedoch als dritte Farbe Weiß oder einen anderen neutralen Farbton wählen. Dieser sorgt dafür, dass die knalligen Töne ein wenig abgeschwächt werden und weniger ins Auge stechen.

Dezente Farbakzente für ruhige Räume

Wer es etwas ruhiger mag und auf wenig Fläche minimalistisch leben möchte, der kombiniert besser Farben miteinander, die aus der gleichen Farbfamilie stammen. Das sorgt dafür, dass der Blick nicht allzu sehr von den Farben in Beschlag genommen wird – der Raum wirkt dadurch klarer, heller und weiter. Dabei müssen Sie nicht allein auf die Nicht-Farbe Weiß zurückgreifen. Auch Beigetöne, helles Braun oder sämtliche helle Farben mit hohem Weißanteil können diesen Effekt haben. Achten Sie dann nur darauf, keine Kontrastfarben zu kombinieren. Entscheiden Sie sich für zwei oder drei Farben, in denen Sie den gesamten Raum gestalten. Das betrifft die Wände, aber auch Bettbezüge, Teppiche, Tischdecken, Sofas und andere Möbel. Zusätzlich können Sie aber das einheitliche Bild mit einigen speziellen Key-Pieces aufpeppen. Das kann zum Beispiel ein bunter Blumenstrauß auf dem Tisch sein oder ein besonderes Deko-Element. Oder Sie besorgen sich ein paar Zimmerpflanzen. Diese verbessern nachweislich das Raumklima und die Optik. Zusätzlich bringen sie mehr Leben in den Wohnraum und schaffen beim Pflegen einen täglichen Achtsamkeitsmoment.

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Theresa Bruns

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