Auch als Holzständerbau oder Holzriegelbau bezeichnet hört die Holzrahmenbauweise auch auf den bezeichnenden Begriff Skelettbauweise. Wie die Knochen eines Körpers bilden beim Holzrahmenbau die tragenden Holzständer das Skelett des Hauses. In einem nächsten Schritt erfolgt die Beplankung des Holzgerippes. Dazu kommen üblicherweise Holz- oder Gipskartonplatten zum Einsatz. Eine Bauweise, die nicht nur Zeit, sondern auch Ressourcen und Kosten spart. Weitere Vor- und Nachteile sowie Details des Holzrahmenbaus zeigt der folgende Artikel.

Haus in Holzrahmenbauweise während der BauphaseGerade beim Bau von Fertighäusern hat sich die Holzrahmenbauweise als bevorzugte Bauform durchgesetzt. Die verwendeten Materialien verfügen über ein geringes Gewicht und somit über eine gute Transportfähigkeit. Üblicherweise liefern Hersteller einzelne Module bereits vorgefertigt zum Baugrundstück. Anders als ein Steinhaus lässt sich ein Holzrahmenbau somit innerhalb weniger Tage errichten. Aufgrund des geringen Gewichtes der verwendeten Materialien bezeichnen Fachleute diese Form des Hausbaus auch als Leichtbauweise.

Vor- und Nachteile des Holzrahmenbaus

In Deutschland dominiert der Massivbau. Schaut man in die USA oder nach Skandinavien, handelt es sich bei der überwiegenden Mehrheit der Gebäude um Leichtbauten. Holrahmenbauweise oder Massivhaus? – Der folgende Abschnitt stellt Vor- und Nachteile gegenüber.

Vorteile

Das geringe Gewicht der Baumaterialien sowie die kurze Aufbauzeit führ zu deutlich geringeren Kosten als es bei massiven Bauten der Fall ist. Ein weiterer Vorteil besteht in der Umweltfreundlichkeit. Durch die Verwendung von Holz als hauptsächliche Bausubstanz setzen Eigentümer auf einen CO2-neutralen, nachwachsenden Baustoff.

Hinzu kommt, dass bereits die Natur Holz mit sehr guten Dämmeigenschaften ausgestattet hat. Holzhäuser kommen deshalb mit weniger zusätzlichen Dämmschichten aus. Das reduziert die Wanddicke, sodass mehr Platz zum Wohnen bleibt.

Da lediglich das Ständerwerk des Holzrahmenbaus tragend sind, lässt sich die Konstruktion flexibel anpassen. Der Einbau von zusätzlichen Fenstern oder Türen ist auch im Nachhinein kein Problem. Gleiches gilt, wenn es darum geht einen zusätzlichen Hausanbau anzudocken.

Zusammengefasst ergeben sich durch die Holzrahmenbauweise folgende Vorteile:

  • Kurze Bauzeit: Durch die Möglichkeit auf vorgefertigte Module zurückzugreifen lässt sich ein Holzständerbau innerhalb kürzester Zeit errichten.
  • Geringer Preis: Die kurze Aufbauzeit und der verhältnismäßig geringe Aufwand führen zu günstigen Preisen.
  • Plus an Wohnfläche: Die geringe Wanddicke führ dazu, dass Bewohnern bei gleicher Grundfläche mehr Wohnfläche zur Verfügung steht.
  • Umweltschonend: Bei Holz handelt es sich um regenerativen Baustoff, der bei nachhaltiger Forstwirtschaft wieder nachwächst.
  • Leichtes Baumaterial: Durch das geringe Gewicht lässt sich ein Holzrahmenbau auch auf schwierigem Grund realisieren. Auch bei Dachaufstockungen bietet sich die Holzständerbauweise aufgrund der leichten Baustoffe an.
  • Anpassungsmöglichkeiten: Da lediglich die Holzbalken tragend sind und nicht die Wände, lassen sich diese flexibel anpassen. Der nachträgliche Einbau von zusätzlichen Türen oder Fenstern ist weniger aufwändig als bei einem Massivbau.

Übrigens: Die Aussage, dass ein Holzständerbau über einen geringen Brandschutz verfügt gehört ins Reich der Mythen. In Sachen Brandschutz steht ein modernes Haus in Holzständerbauweise einem Massivbau in nichts nach.

Nachteile

Diesen Vorzügen gegenüber stehen vor allem die folgenden zwei Nachteile des Holzrahmenbaus:

  • Geringere Haltbarkeit: Ein Haus aus Stein oder Beton ist deutlich robuster als eines aus Holz. Ein Holzrahmenbau verfügt deshalb über eine geringere Lebensdauer als ein Massivbau. Bauexperten zur Folge benötigt ein Massivbau nach 100 Jahren eine grundliegende Sanierung, ein Holzständerbau bereits nach 60 Jahren. Das führt auch dazu, dass der Wiederverkaufswert von Holzhäusern geringer ausfällt. Die geringere Haltbarkeit führt zu einem schnelleren Werteverlust der Immobilie.
  • Anfälliger für Schädlinge: Holzwürmer sind die Feinde des Holzbaus. Eine Gefahr durch Insekten gibt es bei der Massivbauweise hingegen nicht.

Wandaufbau

Das tragende Element der Wand Bilden vertikale Holzständer. Diese werden sowohl von innen als auch von außen beplankt. An den Stellen, wo sich kein Holzständer befindet, entsteht ein Hohlraum zwischen Innen- und Außenwand. Hier wird üblicherweise die Dämmschicht angebracht. Da Holz bereits von Natur aus über eine gute Wärmeisolierung verfügt, weisen die meisten Häuser in Holzrahmenbauweise einen schlanken Wandaufbau auf.

Was unterscheidet den Holzrahmenbau vom Holztafelbau

Der Unterschied zwischen Holzrahmenbau und Holztafelbau besteht in dem Grad der Vorfertigung. Bei einem Holzrahmenbau werden die Planken und Deckenelemente vor Ort montiert. Bei einem Haus in Holztafelbauweise liefern Hersteller die Wände bereits vorgefertigt zum Baugrundstück mitsamt Beplankung und Dämmung.


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