Wohnen im Holzcontainer

Wohncontainer aus Holz überzeugen sowohl durch ihre Optik als auch Funktionalität. Insbesondere in naturnahen Baulagen passen sie sich ideal in die Umgebung ein. Es gibt drei hauptsächliche Konstruktionsweisen für Holzcontainer:

  • Als modifizierter Stahlcontainer mit Holzverkleidung oder Holzfüllungen
  • In Rahmenbauweise auf Holz oder Stahlgerüsten
  • Massive Vollholzvarianten in blockhausähnlicher Konstruktionsart

Um Ihn einen Überblick über verschiedene Anbieter und Arten zu geben, hier einige Beispiele:

Büro, Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
99.000€
premium mccube

Zimmer: 5m²: 100

Bungalow, Mobilheim, Modulhaus

Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
150.000€
mc cube eco 1

Zimmer: 4m²: 57

Bungalow, Mobilheim, Modulhaus

Büro, Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
99.000€
eco a1

Zimmer: 3m²: 37

Bungalow, Mobilheim, Modulhaus

Die meist modular montierbaren Haus- und Wohncontainer der Hersteller können auch aus Mischformen bestehen. Wenn als Unterbau beziehungsweise Gerüst oder Skelett ein Stahlcontainer dient, sind die Maße an den Normen und Standards der Fracht- und Seecontainer gebunden. Bei Rahmen- und Massivaufbauten entwerfen die Hersteller eigene individuelle Container. Dabei kann der Holzcontainer als Einzelwohnobjekt oder in Modulform geplant und eingesetzt werden.

Vor- und Nachteile von Holzcontainern

Der Werkstoff Holz bringt viele Eigenschaften mit, die den bautechnischen Ansprüchen und dem Wohnkomfort entgegenkommen. Voraussetzung ist die fachgerechte Auswahl der Gehölze, die professionelle Montage und der sichere Schutz vor äußeren Einflüssen.

Vorteile:

  • Lebender Baustoff schafft angenehmes Raumklima
  • Natürliche Optik
  • Kurze Aufbau-, Errichtungs- und Montagezeit
  • Einfache Verbindungs- und Ankertechniken
  • Hohe Stabilität und Lebensdauer von hochwertigen Gehölzen
  • Natürliche Schall- und Wärmedämmungseigenschaften
  • Diffusionsfähigkeit
  • Ökologische Bauweise möglich
  • Oberflächengestaltung entsprechend Geschmack möglich

Nachteile:

  • Regelmäßige Witterungsschutzbehandlung
  • Erhöhte Brandschutzauflagen
  • Mögliche Beschädigung durch Ungeziefer, Schimmel und Fäulnis
  • „Arbeitendes“ Holz erzeugt Geräusche
  • Auf kubische und lineare Formgebungen beschränkt

Holzarten und Kosten

Bei der Auswahl der Holzarten müssen viele Eigenschaften und Faktoren berücksichtigt werden. Das Gehölz darf im ausreichend getrockneten Zustand von idealerweise unter zehn Prozent Wassergehalt nicht zu Rissbildung neigen. Eine ausreichende Dichte liefert die Stabilität. Schwind- und Quellverhalten der Holzarten muss in engen Grenzen und Toleranzen bleiben, um Spannungsschäden zu vermeiden. Für sichtbare Elemente wie Außen- und Innenwände oder Fassaden spielt die Optik eine wichtige Rolle.

Für Unterbau- und Rahmenkonstruktionen kommen neben Massivgehölzen wie Kiefer oder Fichte auch Holzwerkstoffplatten infrage. Die Einsätze von Nadelgehölzen senken die Preise für Holzcontainer. Für die Außenflächen müssen hochwertige und teure Laubgehölze wie Esche, Ebenholz, Eiche oder Robinie eingesetzt werden. Im Innenausbau können weichere und leichtere Hölzer und aufbereitete Holzelemente wie geleimte Sperrhölzer die Holzcontainer Kosten im Rahmen halten.

Nutzungsarten und Preise

Die meisten Hersteller orientieren sich in etwa an den Größen der Fracht- und Seecontainervorbilder. Ein einzelner Holzcontainer zum Wohnen wird in meist mit einer Nutzfläche von fünfzig Quadratmetern plus/minus zehn Prozent hergestellt. Zu beachten ist beim Holzcontainer kaufen, dass bei Nutzflächen ab fünfzig Quadratmeter ein Energieausweis gesetzlich vorgeschrieben wird. Als Richtwert für ein Holzmodul kann ein Quadratmeterpreis zwischen 500 und 1200 Euro kalkuliert werden.

Am preiswertesten sind spezifische Büro Holzcontainer, die meist nur über eingeschränkte sanitäre Installationen und Dämmungseigenschaften verfügen. Bei einem aus mehreren Einzelcontainern zusammengesetzten Holzcontainer Haus sinkt der Quadratmeterpreis mit der Zunahme der Nutzflächen. Allerdings müssen Mehraufwendungen für Montage und Baunebenkosten erwartet werden. Bodenplatten und Außenanlagen sind nicht in den Preisen enthalten.

Vier Planungsphasen

Holzcontainer als nicht mobile Wohnstätten sind genehmigungspflichtig. Die deutschen landesbaurechtlichen, kommunalen und regionalen Vorschriften unterscheiden sich stark. Vier Phasen sind für den Wohncontainer aus Holz gängig. Nach der Entwurfsplanung des Containers wird der passende Aufstellort mit der gegebenenfalls auch energetischen Genehmigungsplanung kombiniert. Statik und Montagekontrolle bilden die abschließende Realisierungsphase.