Die Bezeichnung als Holzblockhaus ist nicht immer ganz trennscharf. Im engen Sinne meint es Häuser, die aus naturbelassenen oder bearbeiteten Holzstämmen bestehen. Heute gibt es jedoch auch viele Häuser, die die Optik eines Blockbohlenhauses imitieren. Dabei handelt es sich um Holzrahmenhäuser, bei denen die Holzbalken lediglich zur Dekoration der Außenwand dienen. Welche Arten es gibt, Preise sowie Vor- und Nachteile der Blockbauweise.

Holzblockhaus im Bau

Die Wände eines Holzblockhauses bestehen aus Baumstämmen. Diese können in ihrer äußeren Form variieren. Im Wesentlichen lassen sich drei Arten von Holzblockhäusern unterscheiden:

  • Naturstammhaus: Die Form der Stämme wird beibehalten und sie werden lediglich von der Rinde befreit. Die Form der Stämme ist demnach nicht genormt und kann unterschiedlich ausfallen. Deshalb fordert das Übereinanderstapeln deutlich mehr Aufwand als es bei den folgenden zwei Varianten der Fall ist.
  • Balkenhaus: Bei dieser Form von Holzblockhaus werden die Stämme auf der Wandseite beidseitig bearbeitet, sodass eine gleichmäßige Fläche entsteht.
  • Moderner Blockbau: Hersteller normieren die Stämme zu profilgefrästen Kanthölzern mit Standardmaßen. Gemäß dem Baukastenprinzip lassen sich diese dann zusammensetzen. Moderne Holzblockhäuser verfügen demnach nicht über die typischen Rundungen einzelner Baumstämme an der Wand.

Traditionell dichten Bauträger die Zwischenräume der Blockbohlen mit natürlichen Dämmstoffen wie Hanf oder Wolle ab.

Preise und Baustile

Nach den drei genannten Bauweisen lassen sich Holzblockhäuser mit verschiedenen Architekturstilen errichten. Typisch für Österreich und vor allem im Alpenraum verbreitet sind Chalets, meist mehrgeschossige Häuser im ländlichen Stil mit Satteldach. In Deutschland sind derzeit vor allem eingeschossige Bauweisen bei Holzhäusern beliebt wie Holzblockhaus Bungalows.

Einen kleinen Bungalow in Blockbauweise mit 50 qm Wohnfläche gibt es schlüsselfertig bereits ab 100.000 Euro. Als Faustregel lassen sich Preise von 2.000 Euro für den schlüsselfertigen Quadratmeter kalkulieren. Aufgrund des höheren Bauaufwandes fallen die höchsten Kosten bei Naturstamm- und Vollholzhäusern an.

Bei 70 Prozent aller hierzulande errichteten Holzblockhäuser handelt es sich um ein Fertighaus. Das bedeutet, dass die benötigen Baumaterialien in weiten Teilen industriell vorgefertigt sind. Diese liefern Anbieter dann zum Bauort, wo dann die Montage erfolgt.

Um Kosten zu sparen lagern einige Anbieter die Vorfertigung nach Polen aus. Hier sind die Lohkosten günstiger, sodass Anbieter hier Kosten sparen und ihr Wohnblockhaus zu günstigeren Preisen anbieten können. Grundsätzlich lässt sich so auch für Eigentümer sparen. Wer jedoch plant, sein Holzblockhaus aus Polen zu kaufen, sollte sich vorab von der Qualität der Arbeit überzeugen. Fragen Sie nach Referenzkunden und recherchieren Sie nach Bewertungen im Internet.

Ausbaustufen vom Bausatz bis zum Kompletthaus

Je nach Grad der Vorfertigung sind verschiedene Arten von Holzblockhäusern unterscheiden:

  • Kompletthaus: Dabei handelt es sich um ein schlüsselfertiges Holzblockhaus mitsamt bezugsfertiger Innenausstattung. Die Kosten belaufen sich auf 2.000 Euro pro Quadratmeter.
  • Ausbauhaus: Bei einem Ausbauhaus stellt der Anbieter lediglich den Rohbau, bei dem die Innenausstattung wie Sanitär, Heizung und Küche noch fehlen. Hier belaufen sich die Preise auf rund 1.000 Euro pro Quadratmeter.
  • Bausatz: Bei einem Bausatz stellt der Hausanbieter lediglich das Material, das der Eigentümer dann selbst zusammenbauen muss. Vorteil ist, dass der Eigentümer selbst entscheiden kann, welches Unternehmen er mit dem Bau beauftragt. Versierte Eigentümer können dabei einige Arbeiten auch selbst übernehmen. Die Kosten für einen Bausatz liegen bei 600 Euro pro Quadratmeter.

Welche Vor- und Nachteile haben Holzblockhäuser?

Mit einem Holzblockhaus tuen Eigentümer etwas Gutes für sich selbst und für die Umwelt. Holz ist nachhaltig und klimaneutral, weshalb Holzblockhäuser neben Lehmhäusern und Strohballenhäusern zu den Wohnformen mit der besten Ökobilanz zählen.

Für sich selbst tuen Eigentümer etwas Gutes, da das Wohnen im Holzhaus gesund ist. Holz sorgt für einen Feuchtigkeitsausgleich und fördert ein gesundes Raumklima.

Auch verfügt Holz über eine gute Wärmedämmung, weshalb es leicht ist, mit einem Holzblockhaus den Standard eines Effizienzhauses zu erreichen. Hier winken attraktive Fördermöglichkeiten beispielsweise durch die KfW-Bank.

Ein Nachteil von Holzblockhäusern hingegen ist die geringere Lebensdauer gegenüber Massivhäusern. Das führt auch dazu, dass ein Holzblockhaus in der Regel einen geringeren Widerverkaufswert als ein Massivbau erzielt.

Auch Holzwürmer sind Schädlinge, die Besitzer von Massivhäusern nicht fürchten müssen, Besitzer ein Holzblockhauses hingegen schon.

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