Was sich zunächst einmal komisch anhört, bietet ein innovatives Konzept für nachhaltiges Wohnen. Bei einem Haus im Haus handelt es sich um eine besondere Form von Ökohaus. Tatsächlich besteht diese Bauform aus einer inneren und einer äußeren Gebäudehülle. Entsprechend spricht man auch von einem Außenhaus und einem Innenhaus.

Zwischen dem Innenhaus und dem Außenhaus besteht ein Leerraum. Und genau darin besteht der energetische Vorteil von dem Haus im Haus. So dient der Luftraum unter anderem als natürliche Heizung, die ganz ohne fossile Brennstoffe auskommt. Die Hülle des Außenhauses verfügt über transparente Gebäudeflächen beispielsweise am Dach, die durchlässig für Sonneneinstrahlung sind. So gelangt die Sonnenenergie in den Zwischenraum zwischen der inneren und äußeren Gebäudehülle und bildet so eine natürliche Wärmehülle um das Innenhaus. Ein Konzept, das auch als Treibhauseffekt Bezeichnung findet.

Haus im Haus Treibhauseffekt
Durch den Treibhauseffekt und der ummantelnden wärmenden Luftschicht kommt ein Haus im Haus nahezu vollständig ohne zusätzliches Heizung aus. Das schont Ressourcen und spart Kosten für Eigentümer. Sollte es im Sommer zu warm werden, lässt sich die Luftschicht im Zwischenraum zu einer Kühlschicht umfunktionieren. Um die warme Luft durch kalte Luft zu ersetzen verfügt das Biohaus über Lüftungsklappen an beiden Giebelseiten, durch deren Öffnen warme Luft abgegeben und durch kalte ersetzt wird.

Das Luftpolster als natürliche Lüftungsanlage

Doch nicht nur die Heizung, auch eine maschinelle Lüftungsanlage ersetzt die Luftschicht zwischen Außen- und Innenhaus vollständig. Und so funktioniert es: Die Hülle des Innenhauses ist wasserdampf-diffusionsoffen und somit durchlässig für die Gase und Gerüche, die Bewohner im Hausinneren ausscheiden. Über die diffusionsoffene Hülle des inneren Hauses gelangen sie in den Luftmantel zwischen Außen- und Innenhülle. Da die Gase leichter sind als Luft, steigen sie nach oben, wo sie durch die Membran der Außenhülle ins freie gelangen. So verfügen Bewohner des Hauses im Haus jederzeit über ein angenehmes Raumklima und das ganz ohne zusätzliche Lüftungsanlage.

Der gleiche Effekt sorgt dafür, dass eine Haus im Haus ohne Dampfbremse auskommt. In einem konventionellen Gebäude handelt es sich dabei um ein Bauteil, das ein Diffundieren der feuchten Innenraumluft in die Dämmhülle verhindert. Eine solche Dampfbremse ist bei einem Gebäude nach dem Haus im Haus Prinzip nicht erforderlich. So verfügt dieses über keine Außendämmung, sondern lediglich über eine Luftschicht, die durch die feuchte Innenraumluft keinen Schaden nehmen kann. So besteht ein weiterer Vorteil des Bauens mit zwei Gebäudehüllen darin, das hier deutlich weniger Dämmmaterial benötigt wird. Um dem Konzept des ökologischen Bauens treu zu bleiben, empfiehlt es sich zudem bei der Isolierung des Innenhauses auf eine natürliche Dämmung beispielsweise aus Hanf zu setzen.

Haus im Haus kaufen

Anbieter für Gebäude nach dem Haus im Haus Prinzip ist das Unternehmen Bio-Solar-Haus. Hier erfahren sie auch mehr zu den Kosten und verschiedenen Möglichkeiten des gesunden Bauens.


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