Hanf Dämmung mit VerpackungHanf gehört zu den ältesten Kulturpflanzen unserer Gesellschaft. Vor allem als Rauschmittel bekannt können Pflanzen der Gattung Hanfgewächse noch viel mehr. So werden sie zu Herstellung von Kleidung, Ölen und Papier verwendet. Dabei finden sie immer häufiger auch als Hanf Dämmung Anwendung.

Kein Wunder, denn eine Dämmung aus Hanf verfügt über eine geringe Wärmedurchlässigkeit, ist nachhaltig bei moderaten Preisen. Alle Vor- und Nachteile, Preise und was Eigentümer beachten sollten im Überblick.

Herstellung und Arten

Üblicherweise bieten Hersteller Hanf Dämmung in Form von Matten oder Dämmplatten an. Die Dicke liegt bei 3 cm bis 22 cm. Weitaus seltener ist der sogenannte Stopfhanf. Dabei handelt es sich um lose Hanffasern, die üblicherweise zur Aufbesserung von Rissen oder Lücken eingesetzt werden.

Als Grundlage für die Hanf Dämmung, auch Thermo-Hanf genannt, dienen die Stängel der Pflanze. Durch Walzen oder Brechen entstehen Hanffasern. Diese werden durch Pressen zu Dämmmatten verarbeitet.

Vorteile

Bei Thermo-Hanf handelt es sich um eine natürliche Dämmung. Anders als bei synthetischen Dämmstoffen wie Styropor erfordert die Herstellung kein Erdöl. Es handelt sich um einen nachwachsenden Rohstoff. Aufgrund des niedrigen Primärenergiebedarfs bei der Herstellung ist Thermo-Hanf CO2-neutral. In Puncto Nachhaltigkeit übertrifft die Hanfpflanze somit jedes herkömmliche Dämmmaterial. Hinzu kommt, dass die gesundheitlichen Langzeitwirkungen von künstlichen Dämmstoffen teilweise noch nicht bekannt sind. Als Naturdämmstoff gilt Hanf als gesundheitlich völlig unbedenklich. Viele Eigentümer berichten bei Erfahrungen mit Hanfdämmung von einem angenehmen Raumklima.

Doch nicht nur die Ökobilanz des Naturdämmstoffs überzeugt, sondern auch die Dämmeigenschaften. Die Wärmeleitfähigkeit einer Hanfdämmung liegt lediglich bei 0,04 bis 0,045 W/(mK). Zum Vergleich: Die Wärmeleitfähigkeit einer künstlichen Isolierung mit Styropor liegt bei 0,032 bis 0,04 W/(mK).

Hanf verfügt außerdem über gute Schallisolierung, weshalb er auch als Trittschalldämmung Anwendung findet. Er ist resistent gegenüber Feuchtigkeit, Schimmel und Schädlingen.

Wer eine Hanf Dämmung kaufen möchte, muss mit Kosten zwischen 12 und 30 Euro rechnen. Im Vergleich zu anderen Naturdämmstoffen ist dies durchaus moderat.

Hier noch einmal alle Vorteile im Überblick:

  • Sehr gute Ökobilanz
  • Gesundheitlich fördernd
  • Hohe Feuchtigkeitsbeständigkeit
  • Hohe Resistenz gegen Schimmel
  • Moderate Kosten für einen pflanzlichen Dämmstoff
  • Geringe Wärmeleitfähigkeit

Nachteile

Um die Brandbeständigkeit von Hanffasern zu erhöhen, behandeln Hersteller diese mit Ammoniumsulfat. Dennoch erreicht Hanf lediglich die Baustoffklasse B2, was einem normal entflammbaren Stoff entspricht.

Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die Einsatzmöglichkeiten von Hanf als Dämmstoff begrenzt sind. So eignet es sich beispielsweise nicht als Boden- bzw. Perimeterdämmung. Demnach ist es für die Dämmung erdberührender Gebäudeteile gänzlich ungeeignet.

Zusammengefasst ergeben sich folgende Nachteile:

  • Geringe Brandbeständigkeit
  • Nicht überall anwendbar

Für welche Arten von Isolierung eignet sich Hanf?

Eine Hanf Dämmung eignet sich nicht für jede Art von Isolierung. Gut eignet sie sich für eine Innendämmung der Fassade oder als Zwischensparrendämmung. Doch nicht nur zur Wärmedämmung auch zur Trittschalldämmung eignet sich Thermo-Hanf.

Ungeeignet hingegen erweist sich der Naturdämmstoff für ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) sowie zur Dämmung erdberührender Bauteile wie als Bodendämmung.


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