Forstwagen: Arten und Anwendungsbeispiele

Forstwagen kommen als Unterkunft und Lager für Waldarbeiter zum Einsatz. Es handelt sich dabei um ein mobiles Holzhaus auf Rädern, ähnlich zu einem Bauwagen. Dabei findet der Waldarbeiterwagen längst nicht mehr nur in der Forstwirtschaft Verbreitung. Ausgebaute Waldarbeiterwagen finden sich wieder als Gartenhaus, Ferienimmobilie oder auch Erstwohnsitz. 

Ähnlich wie Zirkuswagen und Schäferwagen erhält auch der Forstwagen im Zuge der Tiny House Bewegung vermehrt Aufmerksamkeit. Anhänger des Small House Movements vertreten das Prinzip des kleinen Wohnens aus ökologischen Gründen und Leben nach dem Konzept Zufriedenheit durch Einfachheit.

Dabei eignet sich ein Waldarbeiterwagen als gute Basis zum Ausbau für ein kleines Wohnhaus. Hier gibt es eigene Manufakturen, die auf den Umbau von Forst- und Bauwagen spezialisiert sind. 

Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
150.000€

Zimmer: 4m²: 56

Bungalow, Containerhaus, Mobilheim, Modulhaus

75
56.900€

Zimmer: 2m²: 28

146

Büro, Erstwohnsitz, Gewerblich, Zweitwohnsitz
50.000€

Zimmer: 2m²: 15

Tiny House

Der Itzelberger Waldarbeiterwagen als Archetyp

Seine Geburt feiert der Forstwagen im baden-württembergischen Ort Itzelberger. Mitte des 19. Jahrhunderts stellt der dort lebende Zimmermeister Gottlieb Härlen den ersten Waldarbeiterwagen her. Die Idee stammt von örtlichen Waldarbeitern. Von dort aus findet der innovative Wagenbau schnelle Verbreitung. 

Noch heute gilt der Itzelberger Waldarbeiterwagen als Vorbild für den Wagenbau in der Forstwirtschaft. 

Ökologisch und ressourcenschonend 

Seitdem kommt der Waldarbeiterwagen vielseitig zum Einsatz, als mobiles Ferienhäuschen oder Erstwohnsitz, Gartenhütte und Toilettenhaus. Doch worin besteht der Vorteil, einen gebrauchten Forstwagen umzubauen statt ein neues Holzhäuschen zu kaufen? Für viele Eigentümer spielt der geringere Preis dabei mittlerweile eher eine untergeordnete Rolle. 

Der Rückgriff auf einen vorhandenen Wagenbau ist ökologisch, da keine neuen Ressourcen aufgewendet werden müssen. Fahrgestell und Gebäudehülle lassen sich meist renovieren und übernehmen. Eine Form der Wiederverwertung, die auch als Upcycling Bezeichnung findet. In Abgrenzung zum Recycling handelt es sich nicht um eine bloße Wiederverwertung, sondern dem Forstwagen kommt ein neuer, zumeist höherwertiger, Verwendungszweck zu. 

Darüber hinaus verfügt ein originaler Forstwagen über einen ganz eigenen Charme, der nicht nur bei Nostalgikern ankommt. 

Die rechtliche Sicht auf Holzwohnwagen

Aus rechtlicher Sicht handelt es sich bei Holzwohnwagen grundsätzlich zunächst einmal um Fahrzeuge. Damit einher geht, dass sie eine Straßenzulassung benötigen. Ausnahme bilden Forstwagen mit einer Höchstgeschwindigkeit von unter 25 km/h. Diese sind nicht zulassungspflichtig, benötigen jedoch ein Schild mit einer 25, das dies anzeigt. 

Sobald ein Waldarbeiterwagen länger auf einem Grundstück steht und zum Beispiel als Erstwohnsitz Verwendung findet, gilt er rechtlich betrachtet als Gebäude. Für Eigentümer bedeutet das, dass sie hier eine Baugenehmigung einholen müssen. 

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