Container Architektur

Seit Jahrzehnten ist die Vielseitigkeit der Nutzung von Containerbauweise durch Übergangsbauten bekannt. Schulen, Kindergärten und Großbaustellen bedienen sich der Container Architektur in Deutschland. In den letzten Jahren haben Wohncontainer durch den Bedarf an temporären Unterkünften weiteren Aufmerksamkeitsschub erhalten. Die für das private Wohnen und Arbeiten genutzte Containerbauweise ist fast in den Hintergrund geraten.

Die Ausgestaltung und das Angebot der Container Architektur sind kontinuierlich gewachsen. Neben den auf Standardseecontainern basierenden Stahlmodellen haben Hersteller modulare Systeme aus anderen Werkstoffen entwickelt. Der demografischen Entwicklung folgend zielen Wohn- und Arbeitscontainer auf Einzelpersonen, Paare und Kleinfamilien ab. Die finanziell moderate Alternative zum herkömmlichen Hausbau bietet mit Wohnen und Arbeiten im Container gleichzeitig Lebensraum und Homeoffice.

Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
150.000€
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Zimmer: 4m²: 57

Bungalow, Mobilheim, Modulhaus

Büro, Erstwohnsitz, Gewerblich
220.000€
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Zimmer: 16m²: 404

Containerhaus, Spezial Module

Ausführungen und Modelle

Die hohe Nachfrage und große Verbreitung führt bei den Herstellern zu wertvollen Erfahrungswerten zu Bauausführung und Werkstoffen. Modul- und Komplettlösungen von Spezialherstellern ermöglichen, idealen Wohn- und Arbeitsraum aufzustellen. In der von Digitalisierung und Dienstleistung geprägten Arbeitswelt entwickeln sich Beschäftigungsprofile, die von zu Hause aus erledigt werden.

Die Standardgrößen der Seecontainer reichen von Innenlängen zwischen 3,05 bis 9,10 Meter, Breiten zwischen 2,44 und 3,00 Metern und Innenhöhen von 2,50 bis 2,80 Metern. Grundflächenmaße sind zwischen knapp zehn bis zu etwa 27 Quadratmeter erhältlich. Da Transportvehikel aller Art auf diese Maße ausgelegt sind, richten sich auch von Seecontainern unabhängige Systemhersteller nach diesen Größen. Kombinierte Bauweisen trennen Arbeits- und Wohnbereich. Möglich sind auch Ausführungen, die auf Publikumsverkehr ausgelegt sind. Typisches Beispiel ist die Kombination aus Wohn- und Praxis Container.

Baurecht und Genehmigung für Containerbauweise

Die Genehmigung für das Aufstellen eines Wohn- und Arbeitscontainers wird von Landesbaugesetzen und kommunalen Verordnungen geregelt. Die wachsende Anzahl in Nachfrage und Verbreitung hat bei den meisten Baubehörden zur schnelleren Beurteilung und Genehmigungserteilung geführt. Die Containerbauweise ist an den Standardgrößen regulärer Seecontainer angepasst. Als Grundlage der Genehmigungsfähigkeit wird die Art der Verwendung beurteilt. Die Bauweise des Containers spielt meist in der kommunalen Bebauungsverordnung eine wichtige Rolle, in der optische Aspekte berücksichtigt werden.

In ausgewiesenen Wohngebieten ist Container Architektur in vielen Kommunen nicht genehmigungsfähig. Mischnutzung und Gewerbegebiete sind oft eine Alternative, wobei eine reine Wohnnutzung nicht immer möglich ist. Der Weg von Planung, Antrag und Baugenehmigung entspricht dem Vorgehen anderer Gebäudetypen. Wichtige mit ausschlaggebende Inhalte sind Versorgungsanschlüsse, Heizung, Energiewerte, Brandschutz und Kanalisation.

Kosten und Preise für Container Architektur

Die Bandbreite in der Container Architektur reicht von kubischen nüchtern gehaltenen Zweckbauten bis zu Designermodulen. Modular zusammengefügte Einzelelemente führen zu Bungalowoptiken. Kleinere Module mit Grundflächen bis zu vierzig Quadratmetern sind ab 30.000 Euro erhältlich, für hundert Quadartmeter sollten ab 80.000 Euro kalkuliert werden. Wie bei Fertighäusern bieten viele Hersteller für Containerhäuser unterschiedliche Ausbaustufen an. Sie reichen von wetterfest bis bezugsfertig. Sogenannte schlüsselfertige Module verlangen meist Eigenleistungen, sind aber der Bezugsfertigkeit näher als der Wetterfestigkeit. Einschließlich aller Nebenkosten auch bezüglich Befestigung und Erschließung kostet Wohn- und Arbeitsraum in Containerform zwischen einem Drittel bis zur Hälfte weniger als andere Bauweisen.