Das Colani Haus: Modulhaus mit Rotor als Zukunftsvision

Das Colani Haus: Modulhaus mit Rotor als Zukunftsvision

Der deutsche Designer Luigi Colani ist dafür bekannt, alltägliche Gebrauchsgegenstände durch seine extravaganten Designs neu zu erfinden. Neben Fahrrädern, Biergläsern und Autos hat er sich nun an sein eigenes Colani Haus gewagt. Und dabei, wie man es von ihm kennt, eine Menge Aufsehen erregt.

Bei seinem Konzept handelt es sich um seine Vision des Hauses der Zukunft. Dabei ist das Colani Haus nicht mehr als 36 qm groß. Ganz untypisch für den Berliner Designer wirkt die äußere Holzfassade des Wohnwürfels verhältnismäßig unaufgeregt. In den abgerundeten Kanten und Fenstern lässt sich seine Handschrift bereits erkennen. Davon abgesehen unterscheidet sich das Äußere nur unwesentlich von zeitgenössischen Modulbauten anderer Hersteller.

Das ändert sich schlagartig, wenn man das Innere betritt. Das Herzstück: Ein motorbetriebener Rotor. Dieser enthält eine Schlaf-, Koch- und Badenische. Die runde Grundfläche der Trommel lässt sich per Knopfdruck rotieren, bis das gewünschte Element erscheint. Kaum zu glauben? Sehen Sie selbst:

Die Zukunft in vier Wänden

Per Knopfdruck lässt sich der Rotor der Drehbühne in Bewegung setzen. Solange bis das gewünschte Element Küche, Bad oder Schlafraum erscheint. Trotz der kleinen Grundfläche variiert so die Raumgestaltung des Hausinneren. Ziel ist es, auf kleinem Fuß möglichst viel Abwechslung zu schaffen. Das WC befindet sich in einem separaten Raum. Neben dem drehbaren Rotor besteht das Singlehaus aus einem einzelnen Raum. Sonst ist das Interieur typisch Colani: Runde Formen, keine Ecken, keine Kanten.

,,Kleiner ist nicht besser. Aber intelligent und klein ist es“, so Luigi Colani über seinen smartes Modulhaus. Der Berliner, der mit Vornamen eigentlich Lutz heißt, geht davon aus, dass das Haus der Zukunft über wenig Wohnfläche verfügt. Gemäß der Wohnsituation in seiner Heimatstadt Berlin kommt es darauf an, mit einem modernen Haus auf steigende Immobilienpreise und zunehmenden Wohnraummangel zu reagieren. Mit seinem Designerhaus möchte der Berliner, dass trotz beengter Verhältnisse kein eingeengtes Gefühl entsteht.

Produktion in Serie noch offen

Das futuristisch anmutende Hausinnere befindet sich auf einer Fläche von 6 mal 6 Metern. Eine Seite besteht in einer Glasfront. Hier befindet sich der Eingang. Die Belüftung des WCs ist unauffällig in die Lamellen der Holzfassade integriert. Ein riesiges Bullauge in der an den Eingang grenzenden Fassade sorgt für ein helles innere. Des WC verfügt über ein kleineres Fenster.

Das Colani Haus hat der Designer zusammen mit dem deutschen Fertighaushersteller HANSE HAUS entwickelt. Dabei handelt es sich zunächst einmal um eine Architekturstudie. Bei hoher Nachfrage soll die Wohnbox in Serie gehen. Wir sind gespannt und werden weiter berichten.

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Theresa Bruns

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