Blockbohlenhaus: Modelle im Vergleich, Vor- & Nachteile

Das deutlichste Unterscheidungsmerkmal zwischen einem herkömmlichen Holzhaus und einem Blockbohlenhaus ist die Wandbeschaffenheit. Auch wenn bereits dicke Holzbretter ab etwa drei Zentimeter Stärke als Bohlen bezeichnet werden, entsteht aus ihnen keine Blockbauweise. Blockbohlenhäuser besitzen massive Holzwände, die aus Holzbohlen mit quadratischem, rechteckigem oder rundem Querschnitt bestehen. Außen- und Innenwände können in senkrechter oder waagerechter Form montiert werden. Die massive Außenwandhülle ist mit anderen Konstruktionsformen wie Ständerbauweise im Innenbereich kombinierbar. Auf eine Blockbohlenkonstruktion kann jede Dachform und jedes Eindeckmaterial gesetzt werden. Schwere Eindeckungen wie Stein und Ziegel werden durch Tragekonstruktionen gesichert. Die Bandbreite reicht von der Gartenhütte bis zum Wohnblockhaus. Hier zunächst ein Überblick verschiedener Häuser:

Büro, Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
199.000€
premium mccube

Zimmer: 5m²: 100

Bungalow, Mobilheim, Modulhaus

Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
150.000€
eco-c3

Zimmer: 4m²: 56

Bungalow, Containerhaus, Mobilheim, Modulhaus

Büro, Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
99.000€
eco a1

Zimmer: 3m²: 29

Bungalow, Containerhaus, Mobilheim, Modulhaus, Tiny House

Vor- und Nachteile

Verglichen mit gemauerten Hausvarianten und Rahmen- oder Ständerbauweisen bringen Blockbohlenhäuser vor- und nachteilige Eigenschaften mit:

Vorteile:

  • Natürliche Temperaturregulierung
  • Natürliche Feuchtigkeitsregulierung
  • Optische Attraktivität
  • Gute Dämmeigenschaften
  • Gemütliches und gesundes Wohnklima
  • Chemie- und wohngiftfreie Umgebung möglich
  • Bei guter Bauausführung ideale Energieeffizienzwerte
  • Schneller und dadurch preiswerter Aufbau
  • In vorgefertigten Varianten erhältlich
  • Gute Wohn- und Trittschalldämmung

Nachteile:

  • Holz „arbeitet“ permanent durch Quellen und Schwinden
  • Geräuschentwicklung bei Feuchtigkeits- und Temperaturschwankungen
  • Innenwände und Fassaden können nur bedingt verkleidet werden
  • Pilz- und Schädlingsbefall möglich
  • Schimmel und Verrottung möglich
  • Hoher Erhaltungs- und Pflegeaufwand
  • Verwindung oder Verziehen kann Fenster und Türen schwergängig machen
  • Versorgungsleitungen und Installation lassen sich schwerer verbergen

Ausführungen und Holzarten

Ein Blockbohlenhaus ist vom Bauprinzip her in jeder Größe herstellbar. Wer Blockhütten kaufen möchte, kann vom kleinen Gartenhaus mit wenigen Quadratmetern bis zum zweistöckigen Einfamilienhaus wählen. Errichtet werden die Gebäude auf einem Fundament mit oder ohne Unterkellerung. Die Hersteller bieten vorgefertigte Bauteile in unterschiedlichem Montagestatus an. Als Baustoff werden entweder massive rechteckige oder runde Bohlen genutzt oder zusammengeleimte Balken. Geleimte Versionen sind meist formbeständiger als massive Gehölze. In der überwiegenden Mehrheit kommen Nadelgehölze zum Einsatz, die unterschiedliche Eigenschaften mitbringen:

  • Fichte ist schnell wachsend, weich und günstig. Es arbeitet stark und kann eine sehr lange Setzungsphase haben, während der Undichtigkeiten entstehen können. Bei geleimten Balken tritt dieser Nachteil in den Hintergrund. Fichte muss gegen Insekten und Witterungseinfluss durch regelmäßige intensive Pflege geschützt werden.
  • Tanne ist nicht witterungsbeständig, anfällig auf Schädlingsbefall und nicht zum Blockhausbau geeignet.
  • Kiefer ist das beliebteste Gehölz für ein Blockbohlenhaus, da die Preise für Blockhäuser ein gutes Leistungsverhältnis bieten.
  • Lärche und Douglasie sind, auch abhängig von der Herkunft, hochwertige Nadelgehölze mit geringem Quell- und Schwindverhalten. Die Preise für ein Blockbohlenhaus liegen durchschnittlich um mindestens ein Drittel über denen anderer Gehölze.

Generell gilt, je länger das Gehölz zum Wachsen braucht, desto besser eignet es sich als Werkstoff für ein Blockbohlenhaus. Theoretisch lassen sich Blockhütten und Häuser auch aus harten Laubgehölzen wie Eiche herstellen. Die hohen Preise führen zu aber zu einem sehr eingeschränkten Marktangebot meist im Designhaussektor.

Kaufpreise und Spannen

Wer eine Blockhütte kaufen möchte, kann Gartenhäuser als Bausätze ab etwa 2.000 Euro erwerben. Wenn Blockbohlen ein Ferienhaus bilden, bewegen sich die Preisspannen zwischen 5.000 und 15.000 Euro. Für ein reguläres und nach der einschlägigen Baugesetzgebung genehmigtes Blockhaus als vollwertiges Wohnhaus sollte ab etwa 300 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche kalkuliert werden.