Das Bauen mit viel Glas ist einer der großen Architekturtrends der letzten Jahre. Kein Wunder, denn große Glasfassaden sorgen für viel Tageslicht und lassen den Innenraum hell und freundlich wirken. Und wer im Glashaus sitzt, dem bietet sich ein uneingeschränkter Blick nach Draußen. Als besonders beliebt hat sich die Kombination aus Glas und Holz erwiesen. Doch mittlerweile gibt es auch eine ganze Reihe an Massiv Fertighäusern und Bungalows mit Glas als dominantes Bauelement.

bauen mit GlasDabei war das Bauen mit Glas aus Gründen der Wärmedämmung lange Zeit kaum verbreitet. So galten gerade die Fenster als energetische Schwachstelle, an der besonders viel Wärme nach Außen gelangt. So war es bisher, denn heute können es Glasfenster in Puncto Wärmeisolierung locker mit einer Massivmauer aufnehmen. Dabei kommen dreifach isolierverglaste Fenster auf einen U-Wert von 0,5 W/(m2k). Damit stehen sie, was Wärmedämmung angeht, einem gut isolierten Mauerwerk in Nichts nach.

Und das Haus aus Glas hat gegenüber einer Steinfassade sogar noch einen Vorteil: So dient die Glaswand der passiven Wärmegewinnung.

Passive Wärmegewinnung durch Glasfassaden

Autarke Häuser wie Earthships kommen sogar gänzlich ohne klassische Heizungsanlage aus. Möglich macht dies eine südlich ausgerichtete Glasfront. Hier ersetzt das Bauen mit Glas die Öl- oder Gasheizung. Bei marktüblichen Fertighäusern, Bungalows oder Holzhäusern, bei denen viel mit Glas gebaut wird, ersetzt die Glasfassade die Heizung nicht vollständig. Dennoch leistet das Bauen mit Glas einen positiven Beitrag zum Energiehaushalt.

Und so funktioniert es: Moderne Glasfronten verfügen über einen hohen Energiedurchlassgrad und eine gute Lichtdurchlässigkeit. Sonnenstrahlen gelangen durch die Glasscheibe ins Hausinnere. Die Funktionsschichten der Glasscheiben sorgen dafür, dass die Wärme nicht zurück nach außen gelangt. Somit bildet die Glasfassade eine Einbahnstraße für die Wärme und sorgt für eine natürliche, solare Wärmegewinnung. Das spart Heizenergie, weshalb das Glashaus einen positiven Beitrag zum Umweltschutz leistet. Doch nicht nur für die Umwelt, auch für die eigene Gesundheit bietet ein Haus mit großzügigen Glasflächen einige Vorteile.

Gesund wohnen im Glashaus

Mit Glas lässt es sich nicht nur ökologisch, sondern auch gesund bauen. Viel Fenster bedeuten viel Tageslicht. Und das hat einen nachweislich positiven Einfluss auf das Wohlbefinden von uns Menschen. Dabei hat Licht einen Einfluss auf die Steuerung unseres Hormonhaushaltes. Zu wenig Tageslicht kann zu Depression und gesundheitlichen Schäden führen. Ferner ist Sonnenlicht wichtig zur Produktion von Vitamin D. Das Bauen mit Glas ist demnach nicht nur stylisch, sondern vor allem auch gut für uns Menschen. So wundert es nicht, dass immer mehr Alten- und Pflegeheime auf große Fensterfronten setzen.

Vorteile von Glashäusern

Insgesamt ergeben sich für Gebäude mit viel Glas folgende Vorteile:

  • Nachhaltigkeit: Glasfassaden sorgen für eine natürliche Wärmegewinnung. Das spart Heizkosten und schont die Umwelt.
  • Gute Dämmwerte: Moderne Fenster isolieren genau so gut wie gedämmte Mauern.
  • Gesund: Großzügige Fenster sorgen für viel Tageslicht, dass unser Wohlbefinden nachweislich positiv beeinflusst.


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