Altersgerechtes Bauen: Barrierefreie Häuser und Preise im Vergleich

Viele Menschen wünschen sich, bis ins hohe Alter in den vertrauten vier Wänden zu leben. Gerade am Lebensabend schafft eine gewohnte Umgebung Vertrauen und Sicherheit. Es lohnt sich deshalb, frühzeitig über altersgerechtes Bauen nachzudenken. Was es dabei zu beachten gibt, Beispiele für barrierefreie Häuser und Kosten. 

Dabei ist barrierefreies Wohnen nicht nur ein Thema, das Senioren etwas angeht. Auch für jüngere Menschen bieten altersgerechte Immobilien mehr Wohnkomfort. Für Kleinkinder, die Laufen lernen, sind Treppenstufen und scharfe Kanten ebenso gefährlich wie für ältere Menschen. Da Treppen grundsätzlich ein Hindernis darstellen, sind die meisten barrierefreien Häuser ebenerdige Bungalows. Im Folgenden einige Beispiele für altersgerechtes Bauen von verschiedenen Anbietern: 

Büro, Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
199.000€
premium mccube

Zimmer: 5m²: 100

Bungalow, Mobilheim, Modulhaus

Büro, Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
99.000€
eco a1

Zimmer: 3m²: 29

Bungalow, Containerhaus, Mobilheim, Modulhaus, Tiny House

Erstwohnsitz, Zweitwohnsitz
150.000€

Zimmer: 4m²: 56

Bungalow, Containerhaus, Mobilheim, Modulhaus

So gestalten Sie Ihre Immobilie barrierefrei

Bei der Planung eines altersgerechten Neubaus gilt es folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • Türen: Diese sollten über eine Breite von 90 cm verfügen. Rollator, Kinderwagen und Rollstuhl passen so bequem hindurch. Ebenso kann es Sinn machen, Türen mit einer innovativen Drehtürlösung auszustatten. Letzterer öffnet die Tür per Knopfdruck oder Bewegungssensor automatisch. 
  • Boden: Auf Tür- und Bodenschwellen gilt es zu verzichten. So bilden diese ein unnötiges Hindernis. Ebenso gehört ein rutschfester Boden zur Grundausstattung eines barrierefreien Wohnraumes. 
  • Wände: Altersgerechtes Bauen ist ebenfalls durch breite Wandabstände gekennzeichnet. Selbst in Fluren sollte der Abstand zweier gegenüberliegender Wände nicht weniger als 120 cm betragen. Für die Bewegungsfläche hinter Türen gilt ein Abstand von 150 cm. 
  • Badezimmer: In vielen Häusern befinden sich im Bad die meisten Stolperfallen. Eine ebenerdige Dusche schafft hier Abhilfe. Sofern eine Badewanne vorhanden ist, erleichtern Einstiegshilfe und Haltegriffe den Eintritt. Auch in griffweite der Toilette ist auf einen Haltegriffe zu achten. 
  • Beleuchtung: Haltegriffe und Knöpfe zur Türöffnung bringen wenig, wenn man sie nicht sieht. Zum barrierefreien Wohnen gehört deshalb auch eine gut ausgeleuchtete Wohnfläche. 

Darüber hinaus empfiehlt es sich, mögliche Hindernisse wie Stufen und Schwellen durch kontrastreiche Farben zu markieren. 

Neubau und Sanierung

Grundsätzlich gibt es zwei Ausgangspunkte, um die eigenen vier Wände altersgerechte zu gestalten: Entweder soll eine Bestandsimmobilie saniert oder ein neues Haus gebaut werden. 

Ein Neubau hat den Vorteil, dass alle oben genannten Punkte direkt bei der Planung berücksichtigt werde können. Bei einer Sanierung hingegen lassen sich einige Punkte nachträglich nur noch schwer realisieren. Nach Möglichkeit empfiehlt es sich deshalb, bereits den Neubau altersgerecht zu planen. Auch weil ein nachträglicher Umbau deutlich aufwändiger und teurer ist. 

Förderung von altersgerechtem Bauen

Die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft ist ein Menschenrecht. So kommt es, dass Eigentümer verschiedene staatliche und kommunale Fördermittel für Barrierefreiheit beantragen können. 

Die wohl bekannteste, überregionale Fördermöglichkeiten besteht in den Programmen der KfW, der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Dabei handelt es sich um eine staatliche Förderbank. Diese bezuschusst neben Maßnahmen zur energetischen Sanierung auch barrierefreies Wohnen. Bei den Förderprogrammen der KfW lassen sich zwei Arten von Zuschüssen unterscheiden: 

  1. Ein einmaliger Zuschuss : Hier erhalten Eigentümer einen einmaligen Betrag. 
  2. Ein vergünstigter Kredit: Hier gibt die KfW über die Hausbank ein Darlehen. Es handelt sich um einen Förderkredit mit vergünstigten Zinsen.

Wichtig: Sowohl für den Kredit als auch für den einmaligen Zuschuss für altersgerechtes Bauen, ist es wichtig, den Antrag vor dem Beginn der Maßnahmen zu stellen. Weitere Informationen zu den Voraussetzungen sowie technische Merkblätter erhalten Sie direkt bei der KfW. 

Neben den Programmen der KfW gibt es eine Vielzahl kommunaler Förderprogramme. Hier empfiehlt es sich, sich über aktuelle Fördermöglichkeiten in der eigenen Region zu informieren. Bei der Online Recherche ist es wichtig, auf die Aktualität des Programms zu achten. Viele Mittel galten nur über einen begrenzten Zeitraum oder haben sich hinsichtlich ihrer Anforderungen geändert. 

Barrierefreie Baumöglichkeiten

Neben einem Neubau und Sanierung gibt es heute verschiedene weitere Möglichkeit für alters- und behindertengerechtes Wohnen. So hat die Anzahl altersgerechter Fertighäuser in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen vom Holzhaus Bungalow bis hin zum Massiv Fertighaus

Da viele Menschen sich im Alter hinsichtlich der Wohnfläche verkleinern möchten, gibt es ebenso eine wachsende Anzahl barrierefreier Singlehäuser sowie Wohncontainer und Modulhäuser. Diese sind bereits ab einer Fläche von unter 30 Quadratmetern erhältlich und eignen sich beispielsweise auch als Anbau an eine Bestandsimmobilie.

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